An der Lenk versucht man, Zweitwohnungen besser zu vermieten

Der Volkswille ist klar: Vor allem im Berggebiet dürfen nicht mehr unbegrenzt neue Zweitwohnungen gebaut werden. An der Lenk sucht man deshalb nach neuen Wegen, um aus den kalten Betten warme zu machen.

Blick auf das Dorf Lenk im Berner Oberland.

Bildlegende: An der Lenk bleiben in den Sommermonaten die Ferienwohnungen leer. SRF

Die Tourismusorte im Berggebiet müssen nach neuen, kreativen Lösungen suchen, um aus kalten Betten warme Betten zu machen. An der Lenk im Berner Oberland wird zurzeit daran gearbeitet, die Vermietung von Zweitwohnungen besser zu koordinieren. Die Gemeinde weist einen sehr hohen Anteil an Zweitwohnungen aus. Die Wohnungen sind besonders im Winter belegt. Von Mai bis November stehen sie meist leer.

Eigentümer haben keinen Aufwand

Auf der Internet-Plattform Ferienwohnungsvermietung (Fewo) Lenk werden Wohnungseigentümer und Touristen zusammengebracht. Die Fewo nimmt den Eigentümern den Aufwand rund um die Vermietung ab: Die Verantwortlichen der Plattform holen zum Beispiel die Gäste ab, schliessen mit den Touristen Mietverträge, Rechnen mit den Eigentümern die Einnahmen ab und reinigen schliesslich die Wohnung. Die Fewo zweigt für ihren Aufwand 20 bis 25 Prozent des Mietpreises ab.

Das Problem liegt bei den Eigentümern

Über die Plattform werden zurzeit 29 Wohnungen angeboten. «Die Nachfrage nach Ferienwohnungen wäre besonders in den Wintermonaten gross», sagt Gottfried Bühler.

Das Problem liegt jedoch nicht bei den Touristen, sondern bei den Eigentümern der Ferienwohnungen. Diese teilten ihre Küche, ihr Geschirr und ihr Bett nicht gerne mit anderen, sagt Bühler.

Die Eigentümer seien auch nicht auf die Einnahmen aus der Vermietung angewiesen. Auch wollten sie oft flexibel entscheiden können, wann und wie lange sie ihre eigene Zweitwohnung nutzen. 

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Der grosse Zweitwohnungs-Kater im Wallis

5:04 min, aus Schweiz aktuell vom 23.5.2013