An die Urne: Abstimmung über Agglo-Austritt in Düdingen

Der Gemeinderat von Düdingen will im Februar eine Konsultativabstimmung durchführen. Der Entscheid, ob ein Agglo-Austritt gestellt wird, soll möglichst breit abgestützt werden.

Luftaufnahme von Düdingen

Bildlegende: Sagt sich Düdingen von der Agglomeration Freiburg los? ZVG

Seit fünf Jahren betreiben zehn Gemeinden rund um die Stadt Freiburg unter anderem eine gemeinsame Verkehrs- und Raumplanung. Die Agglo ist ein politisches Gremium mit einer Art Parlament und Regierung, dem Agglorat und dem Agglovorstand.

Düdingen, als einzige deutschsprachige Gemeinde soll austreten, finden Bürger. Der Gemeinderat möchte darüber abstimmen lassen - an der Urne, nicht an der Gemeindeversammlung. «Das wäre zu emotional», sagt Gemeindepräsident Kuno Philipona im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF.

Zudem solle sich eine möglichst breite Bevölkerungsschicht äussern. Corinne Margalhan-Ferrat, Geschäftsführerin der Agglo bedauert die Austrittsgedanken von Düdingen. «Düdingen erhält für seine Projekte mehrere Millionen Franken von der Agglo», sagt sie.

Karte von Düdingen und Freiburg.

Bildlegende: Düdingen liegt im Nordosten der Stadt und Agglo Freiburg. Google Maps

Laut Statuten kann Düdingen erst in zehn Jahren austreten. Über einen vorzeitigen Austritt müsste der Agglorat entscheiden. Die Meinungen seinen geteilt, sagt die Geschäftsführerin. Einige Mitglieder sind gegen einen Austritt. «Andere wollen den Volksentscheid respektieren.» Ein Austritt wäre für diese junge Institution ein grosser Verlust und ein schlechtes Signal für andere, kleinere Gemeinden.

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