Anklage gegen Ex-Verwaltungsräte der KPT

Die Berner Staatsanwaltschaft hat gegen zwei frühere Verwaltungsräte der Krankenkasse KPT Anklage wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung erhoben. Sie sollen bei der gescheiterten Fusion der Krankenkassen KPT und Sanitas ihre Pflichten als Verwaltungsräte verletzt haben.

Die bernische Staatsanwaltschaft für die Verfolgung von Wirtschaftsdelikten wirft den beiden einstigen KPT-Verwaltungsräten vor, den Mitarbeiteraktionären einen überhöhten Aktienrückkaufpreis angeboten zu haben. Weiter sollen der damalige Präsident und sein Vize zum Nachteil der KPT ein ungesichertes Darlehen in zweistelliger Millionenhöhe gewährt haben. Zur Last gelegt wird ihnen auch, sämtliche Verwaltungsräte mit überhöhten Abgangsentschädigungen bedacht zu haben.

Die Vorwürfe beziehen sich auf Vorgänge rund um eine Ende 2010 geplatzte Fusion zwischen den Krankenkassen KPT und Sanitas. Die beiden Angeklagten werden sich vor dem Wirtschaftsstrafgericht wegen qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung zu verantworten haben.

Die Untersuchung gegen die Beschuldigten wurde im März 2012 gestützt auf eine Anzeige der Finanzmarktaufsicht (Finma) eröffnet.