Archäologie und Denkmalpflege erhalten nicht mehr Geld

Die Berner Kantonsregierung legt erstmals eine Kulturpflegestrategie vor, die auf dem Prinzip «so wenig wie möglich, so viel wie nötig» fusst.

Archäologin bei der Arbeit.

Bildlegende: Für archäologische Untersuchungen gibt es im Kanton Bern nicht mehr Geld. Keystone

Bereits heute setzten Archäologie und Denkmalpflege Prioritäten, betont der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Montag. Ausschlaggebend sei eine auf wissenschaftlichen Kriterien beruhende Bewertung. Doch auch personelle, zeitliche und finanzielle Ressourcen spielten eine Rolle.

Diese Konzentration auf das Wesentliche will die Regierung mit der neuen Strategie fortsetzten. Zusätzliche Kosten sollen durch die Strategie nicht entstehen. Zwar kommen neue Aufgaben in der Vermittlung und Kommunikation dazu, diese sollen aber mit den bestehenden Ressourcen bewältigt werden. Der Kanton Bern liege mit seinen Beiträgen an Archäologie und Denkmalpflege nota bene unter dem Schweizer Durchschnitt, hält der Regierungsrat weiter fest.

Der Entwurf ist nach Angaben des Regierungsrats in der Konsultation positiv aufgenommen worden. Zu reden geben dürfte aber in der politischen Debatte die Frage der Finanzierung. So wurde etwa verlangt, dass vor allem die Kosten des Archäologischen Dienstes berechenbarer werden sollen.