Asiatischen Gästen sei Dank: Jungfrau-Bahnen mit Rekordgewinn

Die Jungfraubahn-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr vor allem dank der asiatischen Gäste gut geschäftet. Das Unternehmen vermeldet einen Gewinn von 36,2 Mio. Franken. Das ist der höchste Gewinn ihrer Geschichte. Doch beim Wintersport harzt es nach wie vor.

Das Bild zeigt japanische Touristinnen und Touristen, die aus der Jungfraubahn steigen.

Bildlegende: Im 2015 besuchten erstmals über eine Million Gäste das Jungfraujoch. Viele davon kamen aus Asien. Keystone

Mit einem Betriebsertrag von 179 Mio. Franken verzeichnete die im Berner Oberland tätige Bahngruppe gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 8,1 Prozent, wie die Jungfraubahnen mitteilten. Der Verkehrsertrag wuchs um 10,3 Prozent und betrug 134 Mio. Franken.

Erstmals verzeichneten die Jungfraubahnen auf dem Jungfraujoch über eine Million Gäste. Bei den anderen Ausflugsbergen, etwa dem Harder oder der First, verzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben ebenfalls durchwegs positive Ergebnisse.

Beim Wintersport harzt es

Beim Wintersport hingegen harzt es allerdings nach wie vor. Der Verkehrsertrag sank um 2,5 Prozent auf 21,6 Mio. Franken. Das warme Wetter und der wenige Schnee gestalteten den Start in die Skisaison schwierig. Mit 943'000 Gästen gingen die Tagesbesuche zum Ski- und Snowboardfahren um 3,3 Prozent zurück.

Als grosse Herausforderung für das laufende Jahr bezeichneten die Bahnverantwortlichen die Terrorgefahr in Europa. «Paris ist bei Gästen aus Asien Destination Nummer Eins», erklärt Urs Kessler, Chef der Jungfraubahnen, dem Regionaljournal. «Und mit Paris hat der Terror das Nervenzentrum des Tourismus getroffen.» Kessler selber wurde bei einem Besuch in Asien oft gefragt, ob die Schweiz denn sicher sei. Aber, die weitere, intensive Bearbeitung des asiatischen Marktes und eine weitere Diversifizierung des Unternehmens stimmen die Verantwortlichen für das Sommergeschäfte dennoch zuversichtlich.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • 85 Prozent der Gäste auf dem Stockhorn sind Tagestouristen aus der Schweiz. Die restlichen 15 Prozent sind Gäste aus dem Ausland, die in der Region Thunersee ihre Ferien verbringen. Bild: Aussicht vom Stockhorn.

    Stockhorn vs. Jungfrau

    Aus Rendez-vous vom 20.4.2016

    Im vergangenen Jahr haben mehr als eine Million Touristinnen und Touristen das Jungfraujoch besucht; rund 70 Prozent von ihnen kamen nicht aus der Schweiz. Weil ausländische Gäste überwiegen, machen viele Touristen aus der Schweiz inzwischen einen Bogen um das Jungfraujoch.

    Davon profitieren andere - etwa das Stockhorn, im bernischen Simmental.

    Matthias Heim