Asylsuchende: Freiburg appelliert an die Bevölkerung

Der Kanton Freiburg braucht mehr Unterkünfte für Asylsuchende. Eine kurzfristige Notlösung in Hauterive ist gefunden, nun bittet der Kanton die Bevölkerung um Hilfe.

Blick auf einen Raum mit Kajütenbetten.

Bildlegende: Die Zivilschutzanlage in Hauterive (im Bild) wurde von 2012 bis 2014 bereits vom Bund als Asylzentrum gebraucht. Keystone

Der Kanton Freiburg muss kurzfristig über 100 Plätze in provisorischen Unterkünften schaffen. Das sind mehr, als ein einziger Standort bieten kann, deshalb hat Freiburg mehrere Sofortmassnahmen beschlossen:

  • In der Zivilschutzanlage von Châtillon in Posieux wird eine provisorische Notunterkunft eröffnet, in der ab Mittwoch rund 70 Asylsuchende wohnen.
  • In den Wohnungen des Priesterseminars in Villars-sur-Glâne können bis zum 1. August 40 weitere Asylsuchende untergebracht werden.
  • Die Pavillons der Asylunterkunft «La Poya», welche 2013 zwei Bränden zum Opfer fielen, sollen wieder aufgebaut und vergrössert werden für insgesamt 172 Asylsuchende.
  • Oberamtmänner, Gemeinden und Immobilienverwaltungen fordert der Kanton auf, Wohnungen oder Wohnhäuser zu finden für Asylsuchende.

Auch die Bevölkerung wird «um Unterstützung bei der Suche von Lösungen für die Unterbringung» gebeten. Bereits hätten sich zwei Personen gemeldet, sagte Staatsrätin Anne-Claude Demierre vor den Medien.

Der Kanton Freiburg muss 3,6 Prozent aller in der Schweiz ankommenden Personen aufnehmen. Alleine im Juni seien das 129 Personen gewesen, schreibt der Kanton. Die sechs bestehenden Asylunterkünfte des Kantons mit ihren insgesamt 401 Plätzen sind jedoch voll.

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