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Bio-Offensive Auf eigenen Betrieben Bio fördern

Der Kanton Bern soll den Landwirtschaftsbetrieb in Prêles möglichst an Bio-Bauern verpachten, fordert ein Vorstoss im Kantonsparlament.

Das ehemalige Jugendheim Prêles.
Legende: Der Landwirtschaftbetrieb des ehemaligen Jugendheims Prêles soll gemäss Vorstoss biologisch bewirtschaftet werden. Keystone

Aus den Reihen der Grünen kommt der Vorstoss, der Kanton Bern solle auch auf kantonseigenem Land Bio-Landwirtschaft fördern. Schliesslich habe Bern als erster Kanton 2008 den Aktionsplan «Berner Bio-Offensive 2020» lanciert.

  • Die vier Grossräte der Grünen wollten, dass der Landwirtschaftsbetrieb des ehemaligen Jugendheims Prêles oberhalb des Bielersees biologisch bewirtschaftet wird. Auf der aussergewöhnlich grossen Fläche von gegen 150 Hektaren biete sich dem Kanton die einmalige Chance, selber einen Beitrag zum Erfolg der Berner Bio-Offensive zu leisten.
  • Die kantonalen Naturschutzgebiete Etang de la Praye und Etang de Châtillon auf dem Plateau de Diesse sollen mit weiteren ökologisch wertvollen Flächen vernetzt werden.
  • Möglichst auf allen kantonseigenen Landwirtschaftsflächen soll der Kanton Bern die biologische oder anderweitig besonders naturnahe Bewirtschaftung fördern.

Der Regierungsrat schreibt in seiner Antwort, er hege «grundsätzlich Sympathie» für den Vorstoss, die Ausschreibung für den Landwirtschaftsbetrieb des ehemaligen Jugendheims Prêles sei aber Mitte Juni beendet worden. Eine Bewirtschaftung nach Bio- oder IP-Richtlinien sei nicht verlangt worden, «wird aber gegenüber einer konventionellen oder industriellen Bewirtschaftung bevorzugt.»

Bei den vom Kanton verpachteten Betrieben sei der Bezug von Direktzahlungen an spezifische ökologische Auflagen gebunden. Und die Direktzahlungen seien ja ein Anreiz, die Landwirtschaft nach Bio- oder IP-Richtlinien zu betreiben. Weitere Auflagen sind laut der Antwort nicht vorgesehen. Wenn neue Pächter gesucht würden, soll aber die Situation durch zuständige Fachämter geprüft werden.

Das Jugendheim Prêles im Berner Jura wurde Ende 2016 geschlossen. In den Räumlichkeiten sollen künftig Asylbewerber und Ausschaffungshäftlinge leben. Der Regierungsrat beschloss zudem den Landwirtschaftsbetrieb La Praye mitsamt den Gebäuden zu verpachten.

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