Verfügung der Elcom Aufsichtsbehörde: Stadtberner zahlten zu viel für Strom

Das Wichtigste in Kürze:

  • EWB hat 2009 und 2010 zu hohe Stromtarife verrechnet, sagt die Elcom.
  • Laut einer Verfügung müssen die Kunden Geld zurückerhalten.
  • Das Unternehmen ficht diese vor Bundesverwaltungsgericht an.
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Bildlegende: Hat EWB zu viel berechnet? Ja, sagt die Elcom. ZVG/EWB

Die Kunden von Energie Wasser Bern (EWB) haben 2009 und 2010 zu hohe Stromtarife bezahlt, weshalb sie Geld vom EWB zugute haben. Zu diesem Schluss kommt die Aufsichtsbehörde Elcom. Die «NZZ am Sonntag» wies auf eine entsprechende Verfügung hin, welche sich auf der Website der Elcom findet.

Geld in die Stadtkasse

Die neunzigseitige Verfügung vom November 2016 ist aber noch nicht rechtskräftig. Laut Zeitungsbericht hat sie EWB vor dem Bundesverwaltungsgericht angefochten. Beim Energieversorger war am Sonntag keine Stellungnahme erhältlich.

Nach Darstellung der Elcom hatte EWB die Stromtarife für die Kunden im Voraus zu hoch festgelegt. Die überschüssigen Einnahmen seien dann direkt in die Stadtkasse geflossen. Das Geld hätte aber den Kunden rückerstattet werden müssen.

Die Bedeutung des Urteils

Wird die Verfügung rechtskräftig, muss EWB die Beiträge nachträglich ausgleichen. Laut dem Zeitungsbericht würde dies wohl zu leicht tieferen Stromtarifen führen.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)

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