Aus dicken Freunden werden Trainer-Konkurrenten

Gerd Zenhäusern steht nicht mehr neben Kevin Schläpfer an der Bande vom EHC Biel. Seit dem Wochenende ist er Gottéron-Coach. Ihrer Freundschaft soll das nichts anhaben.

Kevin Schläpfer und Gerd Zenhäusern.

Bildlegende: Kevin Schläpfer und Gerd Zenhäusern bleiben sich verbunden, auch wenn sie nicht mehr an der gleichen Bande stehen. Keystone

Am Montag leitete Gerd Zenhäusern das erste Training in Freiburg. Er freut sich sehr über sein Engagement bei Gottéron, seinem ehemaligen Stammverein. Sein Weggang beim EHC Biel bedeutet allerdings auch das Ende des eingespielten Teamworks mit Kevin Schläpfer.

Zenhäusern arbeitete seit April 2013 als Assistent in Biel. Schläpfer hat ihn freigegeben, obwohl er das vertraglich nicht hätte tun müssen. Er liess ihn allerdings nur ungern ziehen: «Hätte ich nur an mich gedacht, wäre er noch hier», sagt der Bieler Trainer.

Die Zusammenarbeit endet, die Freundschaft nicht

Kevin Schläpfer ist nur wenig älter als Gerd Zenhäusern. Die beiden kennen sich seit über 20 Jahren. «In unserer gemeinsamen Zeit bei Lausanne waren wir schon befreundet», erinnert sich Schläpfer. Sie teilen sich die Leidenschaft fürs Eishockey und die gleichen Werte. «Kevin ist wahrlich ein Hockeygott. Ich habe sehr viel von ihm gelernt», sagt Zenhäusern anerkennend. Er werde seinen Freund weiterhin um Rat fragen, auch wenn er nun einen Konkurrenzverein trainiere. Selbstverständlich wolle jeder mit seinem Verein gewinnen, aber: «Wir sind und bleiben uns nahe», glaubt Zenhäusern.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr