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Aus Spargründen Walliser sollen weniger lange im Spital bleiben

Die Walliser Regierung möchte, dass mehr Operationen ambulant durchgeführt werden. Sie erhofft sich davon Einsparungen.

Ärzte bei der Operation.
Legende: Nach kleinen Routineeingriffen sollen Walliser Patienten das Spital gleich wieder verlassen. Keystone

Immer mehr chirurgische Eingriffe können durchgeführt werden, ohne dass der Patient im Spital übernachtet. Trotzdem werden solche Patienten teilweise noch stationär behandelt, was weit höhere Kosten verursacht.

Das Walliser Gesundheitsdepartement hat deshalb eine Liste mit 125 Operationen veröffentlicht, die ab dem nächsten Jahr nur noch ambulant durchgeführt werden sollen. Dazu gehören unter anderem

  • Kniearthroskopien
  • Operationen nach Leistenbrüchen
  • Eingriffe wegen Krampfadern

Der Kanton Wallis will sich künftig an den Kosten solcher Operationen nicht mehr beteiligen, wenn sie stationär durchgeführt werden. Und zwar unabhängig davon, ob die Eingriffe im Wallis oder ausserkantonal gemacht werden.

Ambulante Eingriffe sind oft angenehmer für die Patienten. Und der Kanton spart so Geld.
Autor: Esther Waeber-KalbermattenWalliser Gesundheitsdirektorin

Der Kanton übernehme aber weiterhin seinen Anteil, wenn eine stationäre Behandlung medizinisch begründet sei, so die Walliser Gesundheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten.

Mit dieser Massnahme rechnet der Kanton mit Einsparungen von 1,5 Millionen Franken. Ein vergleichsweise geringer Betrag verglichen mit den über 330 Millionen Franken, die der Staat jährlich für die Spitalaufenthalte von Walliserinnen und Wallisern ausgibt.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wer um alles in der Welt ist für dieses stumpfsinnige "Kantönligeist-System-Vorhaben"verantwortlich?? Einmal mehr, müssten bei diesem "Unsinn", PatientenInnen - Krankenversicherte, für diese Wahnidee büssen!! Kostengünstiger, würde diese "Variante" auch nicht, da sich die Menschen ausbeuterische "Profit-Spirale" im Schweizer "Gesundheits-Un-Wesen" weiter drehen wird!! Wann setzen sich die BürgerInnen endlich zur Wehr gegen diesen "Lobbyismus und Vetternwirtschaft"??
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