Ausbau des Bahnhofs Bern wird konkret

SBB und RBS reichen kommende Woche beim Bundesamt für Verkehr ihre Auflagenprojekte ein. Geplant sind der Ausbau des Bahnhofs Bern und der Bau eines neuen Tiefbahnhofs für den Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS).

Mitte August soll die öffentliche Auflage der Pläne folgen. Unterhalb der bestehenden Gleise 2 bis 7 soll ein neuer RBS-Tiefbahnhof mit vier Gleisen entstehen. Und im Bahnhof wird eine neue «Unterführung Mitte» mit Ausgängen zum Bubenbergplatz und zur Länggasse gebaut.

Mit dem neuen Tiefbahnhof soll der heute aus allen Nähten platzende RBS-Bahnhof ersetzt werden, mit der neuen Unterführung der Bahnhof von der Stadt her besser zugänglich sein.

Gegen 900 Millionen Franken

Die Behörden stellten nun die Pläne vor. Sie taten dies in einem neuen Infopavillon auf der Parkterrasse des Bahnhofs. Dort können Interessierte ab dem 16. Juni ein Modell, Visualisierungen, Filme und Pläne zu den beiden Projekten betrachten.

Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich 2017 und dauern bis 2025. Die Kosten belaufen sich gemäss aktuellem Projektstand auf 522 Millionen Franken für den neuen RBS-Bahnhof und auf 345 Millionen Franken für die Unterführung.

Die Arbeiten sind der erste Teil des Bahnhofausbaus, später kommen dann auch noch vier neue Gleise hinzu. «Priorität hat aber, im Bahnhof Bern mehr Platz zu schaffen», sagt Philippe Gauderon, Leiter Infrastruktur der SBB.