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Ausbildung an der Uni Bern Crashkurs für angehende Verwaltungsratsmitglieder

Auch bei Verwaltungsräten fallen die Meister nicht vom Himmel. Dabei sind Mitglieder solcher Gremien immer mehr gefordert, strategische Unternehmensführung und ihre Folgen und Risiken zu beherrschen. Haftungsfragen zum Beispiel. Oder Unternehmenskultur.

Aber man kann es lernen. Rochester-Bern, eine Stiftung der Universitäten Rochester (USA) und Bern, bietet Ausbildungsprogramme für künftige Verwaltungs- und Stiftungsräte an. Sie dauern 10 Monate, kosten knapp 15'000 Franken und sie enden mit einem Zertifikat der Uni Bern.

Drei Menschen hinter Fruchtschale
Legende: Fit für Verwaltungs- oder Stiftungsratsmandate: (vlnr) Peter Fankhauser, Nicole Ruch, Matthias Kuratli. SRF

31 bestandene Berufsleute, oft mit langer unternehmerischer Erfahrung, lernen dabei auch den Rollenwechsel. Vom operativen Chef an der Front zum Verwaltungsrat, der sich im Hintergrund um die Strategien kümmert.

  • Zum Beispiel Peter Fankhauser, langjähriges Geschäftsleitungsmitglied der BLS und nun Verwaltungsrat der BLS-Immobilien AG.
  • Nicole Ruch, Private Banking-Direktorin der Grossbank Credit Suisse in Biel, aber auch Stiftungsrätin eines Bieler Spitals und Tierschutz-Präsidentin.
  • Matthias Kuratli, Chef und Verwaltungsratsmitglied seiner Berner Gecko-Kommunikations AG. Ein klassisches KMU.

Sie berichten im Gespräch mit dem Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Radio SRF freimütig über ihre Motivation, sich weiterzubilden und über ihre Erwartungen.

Als Verwaltungsrat funktioniert man anders als der alte, erfolgreiche Patron
Autor: Prof. Dr. Urs WälchliAkademischer Leiter Stiftung Rochester-Bern

Das Bedürfnis nach einer strukturierten Ausbildung angehender Verwaltungsratsmitglieder war der Anfang der «CAS in General Management für Verwaltungsräte», berichtet Professor Urs Wälchli, der akademische Direktor der «Rochester-Bern Executive Programs.»

Die KMU's sind denn auch besonders im Fokus der Dozenten – viele davon erfahrene Profis aus der Wirtschaft. «Wir sagen nicht, was richtig ist. Aber wir bringen den Dialog in Gang und bieten vor allem auch ein vorzügliches Netzwerk», so Urs Wälchli.

So ist auch die Nachfolgeregelung immer ein Thema. «Da kann es um Verwaltungsräte gehen, die nicht aus der Familie, nicht aus dem Unternehmen kommen. Unabhängige Leute, die eine neue Sicht einbringen.»

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