Veterinärmedizin Australische Spezialistin lehrt Studenten Kuh-Akupunktur

Die Kühe auf dem Schulbauernhof des Landwirtschaftlichen Instituts des Kantons Freiburg werden Augen machen: Ende Mai gibt eine australische Spezialistin angehenden Schweizer Veterinären einen Kurs in Kuh-Akupunktur.

Kühe.

Bildlegende: Ob diese Kühe im Greyerzerland auch bald in den Genuss einer Akupunkturtherapie kommen? Matthias Haymoz/SRF

Das Wichtigste in Kürze:

  • Komplementärmedizin bei Tieren ist im Trend
  • Ein Akupunktur-Kurs ist in der Schweiz eine Premiere
  • Ziel ist, den Einsatz von Antibiotika zu vermeiden

Weniger Antibiotika ...

Die Komplementärmedizin für Nutztiere erlebt einen Aufschwung. Bereits arbeiten verschiedene Biobetriebe in der Schweiz mit Homöopathie oder Akupunktur.

Ziel dabei ist die bestmögliche Gesundheit des Viehs mit dem geringst möglichen Einsatz von Antibiotika. Der präventive Einsatz von Antibiotika ist in der Schweizer Biolandwirtschaft nicht erlaubt.

... und Resistenz reduzieren

Die Versuche in der Schweiz zielen aber auch darauf ab, die Antibiotikaresistenz zu reduzieren, wie der Kanton Freiburg in seiner Mitteilung schreibt.

Der Akupunktur-Kurs sei eine Schweizer Premiere. Unter den Augen der Studierenden der Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern wird die australische Tierärztin Lena Jürgensen mit Kühen und Kälbern arbeiten.

Bern / Freiburg

Seit fast einem Jahrzehnt besuchen die Studierenden der Vetsuisse-Fakultät der Uni Bern den Betrieb des Landwirtschaftlichen Instituts des Kantons Freiburg. Die Herde auf dem Bauernhof in Sorens besteht aus 80 Kühen.