Babyklappe: Kanton Bern wartet auf Antwort von Inselspital

Die bernische Regierung hat den Auftrag eine Babyklappe einzurichten. Angefragt ist vorerst das Inselspital. Dort ist diese Möglichkeit aber fachlich umstritten.

Nach dem Vorbild des Spitals Einsiedeln soll es auch im Kanton Bern ein Babyfenster geben. Am liebsten am Berner Inselspital.

Bildlegende: Nach dem Vorbild des Spitals Einsiedeln soll es auch im Kanton Bern ein Babyfenster geben. Keystone

Wie die Zeitung «Der Bund» schreibt, hegt der Chefarzt der Geburtshilfe am Berner Inselspital Zweifel an der Einrichtung Babyklappe. Daniel Surbek stellt sich auf den Standpunkt, dass man sowohl für die anonyme Geburt wie auch für die vertrauliche Geburt bessere Grundlagen schaffen sollte.

Diese Varianten würden "Interview mit Anna Bütikofer (26.08.2013)" abspielen. Audio "Interview mit Anna Bütikofer (26.08.2013)" in externem Player öffnen. es ermöglichen, dass zum einen Kinder später herauszufinden könnten, wer ihre leibliche Mutter ist. Andererseits könne man auf diese Weise die Mutter bei der Geburt unterstützen. Insbesondere auch psychologisch.

Der Kanton Bern sei bestrebt den Willen der Motion umzusetzen, sagt Anna Bütikofer, die stellvertretende Leiterin des kantonalen Jugendamts gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Diese Motion habe verlangt, mit dem Berner Inselspital Kontakt aufzunehmen. Die interne Evaluation der Anfrage dauere an. Man warte auf einen Bescheid.

Die Regierung des Kantons Bern hat sich bereits bei der Beratung im Parlament skeptisch gegenüber der Einrichtung einer Babyklappe geäussert. Die Motion wurde im Herbst 2012 jedoch deutlich angenommen.