Bäume in renaturiertem Gebiet an der Aare werden gefällt

An der Aare bei Rubigen werden im renaturierten Gebiet dutzende Bäume gefällt. Sie könnten sonst in die Aare fallen.

Luftansicht der Hunzigenau

Bildlegende: Die Hunzigenau bei Rubigen wurde 2006 renaturiert, die Aare wurde 30 bis 50 Meter breiter. zvg/Tiefbauamt Kanton Bern

Der Boden unter vielen Bäumen in der Hunzigenau ist unstabil geworden. «Die Aare kam letztes Jahr so hoch, dass Ufer erodiert sind», sagt Adrian Fahrni. Er ist Wasserbauingenieur beim kantonalen Tiefbauamt. «Jetzt hängen viele Bäume recht gefährlich in die Aare, die müssen wir aus Sicherheitsgründen fällen.» Das sei nichts Unerwartetes und es werde auch nicht das letzte Mal sein.

Das vorsorgliche Fällen der Bäume geschieht vor allem mit Blick auf die Stadt Bern: «Gäbe es dort keine Kraftwerkanlagen, in welche die Bäume geraten könnten, würden wir wohl nicht eingreifen», sagt Adrian Fahrni. Zudem denken die Fachleute auch an die Bootsfahrer, für welche herunterhängende Bäume eine Gefahr sein können.

Neue Bäume werden auf den Inseln der Hunzigenau keine gepflanzt. Man überlasse das Gebiet wirklich der Natur, sagt der Wasserbauingenieur. «Und man sieht auch, dass sich die Flora immer wieder recht gut erholt.» Jedes Jahr würden neue Bäume wachsen.

Die Hunzigenau in Rubigen wurde 2006 renaturiert. Dabei erhielt die Aare mehr Platz, die früheren steilen Ufer wurden durch flache ersetzt. Durch neue Seitenarme entstanden zwei Inseln. Das Renaturierungsprojekt war auch eine Hochwasserschutzmassnahme: Die beiden Hochwasser 1999 und 2005 überfluteten die Autobahn bei Rubigen.