Ballenberg noch länger ohne Geschäftsleitung

Das Freilichtmuseum dürfte erst im Herbst eine neue Geschäftsleitung erhalten. Die Stelle ist seit Sommer 2014 vakant.

Kuh vor Ballenberg-Bauernhaus

Bildlegende: Der Ballenberg ist offen - doch die Geschäftsleitung vakant. Keystone

Seit vergangenem Sommer ist die operative Leitung im Freilichtmuseum Ballenberg vakant. Nun soll bis im Oktober dieses Jahres eine geeignete Person für diese Stelle gefunden werden. Die Findungskommission sieht dazu mehrere Sitzungen vor, wie sie mitteilt.

Zum ersten Mal traf sich die Kommission am Dienstag. Dieser Sitzung war eine grosse Strukturbereinigung in der Ballenberg-Stiftung vorausgegangen. Die diversen Änderungen müssen an der ausserordentlichen Stiftungsratssitzung vom 5. Mai genehmigt werden, wie es in der Mitteilung weiter heisst. An diesem Tag dürfte auch der designierte Stiftungsratspräsident Peter Flück gewählt werden.

Lücke seit Rieder

Mit den neuen Statuten will sich das Freilichtmuseum bekanntlich eine schlankere Führungsstruktur geben. Das oberste Gremium, der Stiftungsrat, soll demnach künftig nur noch aus 7 bis 13 Mitgliedern bestehen - heute sind es rund 70.

Der Ballenberg hatte sich im Sommer 2014 von der damaligen Leiterin Katrin Rieder getrennt. Über die Trennungsgründe herrscht offiziell Stillschweigen. Laut Medienberichten soll Rieder einen Machtkampf um die strategische und inhaltliche Ausrichtung des Museums verloren haben.

Die Findungskommission:

  • Nationalrat Matthias Aebischer
  • Franz Brun, designierter Vizepräsident Stiftungsrat
  • Christoph Dufour, Direktor Naturhistorisches Museum Neuenburg
  • Peter Flück, designierter Stiftungsrats-Präsident
  • Hans Ulrich Glarner, Vorsteher Amt für Kultur Kanton Bern
  • Matthias Haupt, Verleger und Inhaber Haupt AG
  • Barbara Studer Immenhauser, Staatsarchivarin Kanton Bern

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