Bauschutt als wertvoller Rohstoff

Der Kanton Bern und die Kies- und Betonbranche wollen das Recycling von Bauschutt fördern. Damit können die Kiesvorkommen geschont werden, zudem braucht es weniger Deponien.

Vordergrund: Maschine mahlt Bauschutt zu Granulat, Hintergrund: Bagger schaufelt Schutt auf Maschine.

Bildlegende: Bei der Firma Hurni in Sutz-Lattrigen wird Bauschutt zu Recycling-Kies verarbeitet. SRF

Der Kanton Bern als Bauherr setze schon seit längerem auf Recycling-Baustoffe, sagte die Bernische Baudirektorin Barbara Egger vor den Medien in Sutz-Lattrigen. Zusammen mit dem kantonalen Kies- und Betonverband hat ihre Direktion nun eine Broschüre entwickelt, um Recycling-Materialien auch Gemeinden, Privaten oder Firmen nahe zu legen.

Eine konsequente Verwertung von geeigneten Bauabfällen hat laut dem Kanton mehrere Vorteile: So könnten die vorhandenen Kiesvorkommen im Kanton geschont werden, ausserdem brauche es weniger Deponien für Bauabfälle. Diese stossen in der Bevölkerung nicht selten auf Widerstand.

Die Broschüre zeigt auf, wie Recycling-Baustoffe im Hoch- und Tiefbau verwendet werden können. Sie richtet sich in erster Linie an Bauherren, Ingenieure und Planer. Wegen der in der Raumplanung vorgesehenen Verdichtung von Siedlungsgebieten müsse in den kommenden Jahren vermehrt alte Bausubstanz abgerissen werden, sagt Fritz Hurni, Verwaltungsrat der Kies- und Betonfirma Hurni in Sutz-Lattrigen. Daher werde auch vermehrt Bauschutt anfallen, der möglichst wiederverwertet werden sollte.

Zur Broschüre: