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Olympia-Kandidatur «Sion 2026» Begeisterung bei Olympiateilnehmern – Skepsis auf der Strasse

Die Reaktionen auf den positiven Olympia-Entscheid von Swiss Olympic fallen sehr unterschiedlich aus. Die Eishockeylegende Slawa Bykow ist Feuer und Flamme für die Idee. Eine Strassenumfrage im Wallis bringt hingegen viel Skepsis an den Tag.

Legende: Die geplanten Austragungsorte für die Olympia-Kandidatur Sion 2026 sion2026

Swiss Olympic hat sich am Dienstag positiv zu einer Olympia-Kandidatur «Sion 2026» geäussert. Auch wenn das Projekt noch ganz am Anfang steht, wird es bereits intensiv diskutiert. Das Regionaljournal Bern Freiburg Wallis hat verschiedene Stimmen zusammengetragen:

Slawa Bykow: «Ein grossartiges Sportfest»

Die Freiburger Eishockeylegende Slawa Bykow ist Feuer und Flamme für die Olympiakandidatur der Westschweiz. Es sei ein grossartiges Sportfest und eine Bereicherung der eigenen Karriere. «Man ist auch immer ein Botschafter seines Landes», sagt der zweifache Olympiasieger mit Russland.

Porträt von Slawa Bykow.
Legende: Die Eishockeylegende Slawa Bykow gewann 1988 und 1992 Olympiagold. Patrick Mülhauser/SRF

David Aebischer: «Die Jungen träumen davon»

Ähnlich begeistert ist der ehemalige Eishockeytorhüter David Aebischer. Mit seinen beiden Teilnahmen an Olympischen Spielen sei für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen. Er erinnere sich an die gute Stimmung im Olympischen Dorf. Und für ihn ist klar: «Die Jungen träumen davon.»

Porträt von David Aebischer
Legende: Der frühere Torhüter David Aebischer konnte zwei Mal an Olympischen Spielen teilnehmen. Patrick Mülhauser/SRF

Martin Hodler: «Ich hoffe, dass es nun klappt»

In den letzten Jahren gab es bereits mehrere Schweizer Kandidaturen für Olympische Winterspiele. Erfahrungen mit negativen Entscheiden hat Martin Hodler. Er war Präsident des Organisationskomitees «Berne 2010». Damals wurden die bernischen Olympiaträume an der Urne versenkt.

Legende: Video Sportaktuell vom 22.9.2002 abspielen. Laufzeit 01:16 Minuten.
Aus News-Clip vom 08.03.2017.

Martin Hodler hofft, dass es nun klappt. Damals seien die Spiele am Gigantismus gescheitert. Diese Gefahr bestehe zwar nicht mehr, dennoch sei es schwierig die Leute für Olympische Spiele zu begeistern.

Legende: Video Olympiakandidatur Bern abspielen. Laufzeit 00:59 Minuten.
Aus News-Clip vom 08.03.2017.

Christian Constantin: «Der Weg ist noch weit»

Für den Walliser Olympia-Initianten Christian Constantin ist klar: Der Weg ist noch weit. Die Bevölkerung muss erst von der olympischen Idee überzeugt werden. Er ist jedoch sicher, dass das gelingen wird. «Wir haben die einmalige Chance, die Schönheit unseres Landes zu zeigen.» Die Schweizer Kandidatur habe den Vorteil, in erster Linie auf bestehende Infrastruktur setzen zu können.

Porträt von Christian Constantin.
Legende: FC Sion-Chef Christian Constantin will authentische Spiele. Nur so stehe die Bevölkerung dahinter. Keystone

Strassenumfrage: Viel Skepsis im Wallis

Viele Walliserinnen und Walliser stehen olympischen Spielen eher kritisch gegenüber. Eine nicht repräsentative Umfrage im Oberwallis zeigt: Einige erhoffen sich zwar Aufschwung im Tourismus oder die Fertigstellung der Autobahn, viele aber fürchten sich vor hohen Ausgaben und Umwelteingriffen. Auch von politischer Seite ist Widerstand angekündigt. Die Grünen wollen in den nächsten Wochen ein Gegenkomitee gründen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Diese sturen Köpfe von Swiss Olympic wollen einfach nicht verstehen, dass das Volk keine so teure Spiel mehr will. Kosten den Steuerzahler viel zuviel Geld. Der Profit geht in andere Taschen die Austragungsorte haben meistens im Nachhinein nicht viel davon. Ein Lob den Bündnern, dass sie sich davon distanziert haben. zu hoffen ist, dass das Volk dem Olympia-Entscheid von Swiss Olympic die Stirn bietet.
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Wenn man sieht wie die Wettkampfstätten in anderen Ländern aussehen und was für ein Schuldenberg die Menschen dort zu tragen haben, sehe ich nicht ein, einen solch gigantische Anlass durch zu führen. Von den Verbauungen und Rodungen ganz zu schweigen. Wir haben doch genügend Spiele in der Schweiz. Es wollen sich einige eine goldene Nase verdienen. Wenn es dan schief geht, na ja, sie bezahlen ja nicht dafür.
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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Wenn die Initianten Mut zur Lücke beweisen und sich dem Gigantismus à la Vancouver und Sochi verweigern kann das ganz cool werden.
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