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Neue Anlaufstelle in Biel Bei Gewalt oder Extremismus genügt ein Telefon

Wer in Biel Gewalt, Extremismus oder Radikalismus feststellt, kann sich ab dem 1. September 2017 mit einem einzigen Telefonanruf oder einer E-Mail bei der Stadt melden. Die neue Anlaufstelle hat nichts mit dem Hassprediger an einer Bieler Moschee zu tun.

Legende: Audio Ein Werkzeug unter vielen, sagt Gemeinderat Beat Feurer (25.8.2017) abspielen. Laufzeit 5:37 Minuten.
5:37 min, aus Regi BE FR VS vom 25.08.2017.

Die Stadt Biel hat zwei Sozialarbeiterinnen der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Sie sollen eine zweisprachig geführte Anlaufstelle für Extremismus- und Gewalt-Prävention führen.

  • Die Anlaufstelle nimmt Meldungen aus der Bevölkerung, von Lehrern oder Arbeitskollegen entgegen, wenn diese Gewalt in jeder Form, Extremismus oder radikalisierte Kinder beobachten.
  • Die Anlaufstelle koordiniert die Informationen und sorgt dafür, dass die richtigen Stellen, Polizei, Opferhilfe, Frauenhaus oder ähnliche Organisationen, davon erfahren und reagieren.

Die neue Anlaufstelle habe nichts mit der Kontroverse um einen Hassprediger an einer Bieler Moschee zu tun, der in den letzten Tagen schweizweit Schlagzeilen gemacht habe, betont der Bieler Sicherheits- und Sozialdirektor, Gemeinderat Beat Feurer.

Die Anlaufstelle ist kein Allheilmittel. Und auch keine Beruhigungspille für die Behörden.
Autor: Beat FeurerSicherheits- und Sozialdirektor Stadt Biel

Die Affäre zeige aber, dass eine unkomplizierte und kompetente Meldestelle nötig sei. Auch wenn dieser Fall auch die Grenzen des Dialogs zum Beispiel mit religiösen Organisationen aufzeige. «Es gibt nicht nur Leute, die nicht mit uns reden wollen. Wir dürfen das ganze Bild nicht auf einen Fall reduzieren». Wichtig sei zudem, dass Behörden sensibilisiert und vernetzt seien in solchen Fragen. Biel profitiert dabei von Erfahrungen anderer Städte.

Die Anlaufstelle ist ab 1. September 2017 unter der Telefonnummer 032 326 20 93 erreichbar. Ihre E-Mail-Adresse wird in den nächsten Tagen auf der Homepage der Stadt Biel publiziert.

SRF4 News, 14.00 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wenn es um islamistische Extremisten geht, wird tunlichst und unter allen Umständen "Weichspühler" in die Kommunikation beigegeben! Extra wird mit dieser Möglichkeit (ab 1. September ein Telefon an die Behörden reiche) darauf hin gewiesen, dass diese neue Stelle nichts mit dem Hassprediger-Skandal zu tun habe! Vielleicht ist dies der Grund, warum ich seit 3 Tagen zu diesem Thema völlig zensuriert werde (Keiner meiner vielen Einträge wurde aufgeschaltet!). Ja, in Biel ticken die Uhren anders!
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  • Kommentar von Jeanôt Cohen (Jeanot)
    Wenn es der richtige Datum wäre, hätte ich können lachen. Aber leider wird das versagen oder nichts tun, eine weitere Tätigkeit der Behörden bleiben, mit oder ohne Telefon.
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  • Kommentar von rosi gantenbein (lara croft)
    Wahrscheinlich wieder eine Stelle mehr, die der Steuerzahler berappt und an dessen Ende der Telefonleitung dann zu hören ist: "Danke, wir nehmen uns dem Problem an.." Macht endlich was, statt weiteren teuren Unsinn zu produzieren!!!
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Keine Stelle mehr, sondern 2 KESB-Mitarbeiterinnen mit neuer Aufgabe. Vor dem Fluchen - lesen!
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