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Bern Freiburg Wallis Beim juristischen Nachspiel des Turnfests ist kein Ende in Sicht

Ein Jahr nach dem Eidgenössischen Turnfest in Biel arbeitet die Berner Staatsanwaltschaft immer noch an den Folgen des Unwetters, das über das Festgelände zog. Noch ist nicht klar, wie viele Verletzte effektiv vor Gericht gehen. Zudem konnte ein schwerverletzter Turner noch nicht befragt werden.

Legende: Video Rückblick auf Bieler Turnfest abspielen. Laufzeit 3:51 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 13.06.2014.
Zertörtes Festzelt beim Turnfest.
Legende: Am Tag nach dem Sturm, der über das Turnfest fegte. Keystone

Über 90 Verletzte und ein hoher Sachschaden: Dies war die Folge der beiden Unwetter, die das Eidgenössiche Turnfest in Biel vor einem Jahr heimsuchten. Zwei Ereignisse, die die Berner Staatsanwaltschaft bis heute beschäftigt. Man habe unterdessen 120 Personen angeschrieben, die als mögliche Privatkläger in Frage kämen, sagt Christof Scheurer, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Aber erst in 12 Fällen sei klar, dass es tatsächlich zu einem Verfahren kommt. Das Ermittlungsverfahren sei aufwändig, weil jede einzelne geschädigte Person befragt werden muss, sagt Scheurer weiter. Bei diesem Ereignis sei jeder mit sich selber beschäftigt gewesen, so dass man nicht auf Zeugenaussagen zurückgreifen könne.

Ein 67-jähriger Turner aus der Innerschweiz, der sich beim Gewittersturm schwere Kopfverletzungen zuzog, konnte bis heute nicht einvernommen werden. In diesem Fall ist es aber schon jetzt klar, dass es zu einem Verfahren gegen Turnfest-Direktor Fränk Hofer kommt. Es handelt sich dabei um fahrlässige, schwere Körperverletzung - und dies ist ein Offizialdelikt. Er könne nicht sagen, wann die Untersuchungen abgeschlossen seien, sagte Christof Scheurer weiter.

3 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Wem nützt so ein Verfahren ? Hr. Hofer hat sicherlich nicht diesen Sturm erwarten können , ich vertrete die Auffassung , dass die Versicherungen den Schaden pragmatisch begleichen sollen und fertig mit dem Beschuldigungsakt .
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    1. Antwort von hans grunder, biel
      So einfach ist es nicht. Wer in Biel wohnt kennt diese Gefahr. Deshalb darf diese nicht unterschätzt werden. Allerdings einen einzelnen abzustrafen ist dann schon etwas verwirrend.
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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Das ist doch lächerlich. Hier geht es nur noch um Juristenfutter. Ich bin dafür, dass man hier einen Strich unter die Sache macht und Amnestie für alle ausspricht. Hier hat keiner wirklich fahrlässig gehandelt, es hätte keinen gegeben, der es besser gemacht hätte, denn es war nicht voraussehbar was da kommen würde. Kann man denn nicht einmal auch vernünftig sein und zu einer unlösbaren Sache stehen? Vielleicht sollte man dazu eine Volksabstimmung machen, da es an mutigen Leuten fehlt.
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