Bergbahnen am Hasliberg leiden unter dem Föhn

Die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg mussten diesen Winter den Betrieb zwölfmal zum Teil oder ganz einstellen. Diese Zahl liegt über dem Durchschnitt der letzten Jahre.

Nicht der fehlende Schnee macht den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg im Berner Oberland dieses Jahr Probleme, sondern der Föhn. Zwölfmal konnten die Bahnen nicht oder nur zum Teil fahren, in den letzten zwei Jahren waren es nur ein bis zweimal. Und den Gästen aus dem Mittelland fehle auch das Wintergefühl, sagt Ueli Hug, Leiter Marketing und Verkauf, im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Die Nachfrage nach Skiabonnementen sei nicht sehr gross.

Die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg haben zwar finanzielle Einbussen, aber das ist laut Hug kein existenzielles Problem. Die Bahnen rechnen in fünf Jahren mit einer oder zwei schlechten Saisons. «Ein paar schöne Skitage mit vielen Gästen gleicht das Ganze wieder aus», sagt Ueli Hug. Wie Jan Eitel von SRF Meteo sagt, habe der Föhn insgesamt nicht überdurchschnittlich geblasen, aber immer an strategisch schlechten Tagen: Zum Beispiel an Feiertagen oder in den Sportwochen.

Nicht das ganze Berner Oberland ist betroffen

Die Jungfrau-Bahnen mussten ihren Betrieb an einem Tag ganz, an drei Tagen teilweise einstellen. Das liege etwa im Schnitt der letzten Jahre, sagt Patrizia Pulfer, Leiterin der Medienstelle. Da im Jungfrau-Gebiet nicht nur Seilbahnen und Sessellifte im Einsatz stehen, sondern auch die Wengernalpbahn auf Schienen, konnten die Gäste oftmals trotzdem ins Skigebiet gebracht werden.