Gerechter Handel Bern darf sich «Fair Trade Town» nennen

Innerhalb eines Jahres hat die Stadt alle Kriterien des Verbandes «Swiss Fair Trade» erfüllt.

Die Urkunde für Zweisimmen

Bildlegende: Zweisimmen hat sie, Bern bekommt sie bald: Die Auszeichnung als «Fair Trade Town». zvg

Diese fünf Kriterien muss ein «Fair Trade Town» erfüllen:

  • Die Stadt bekennt sich zum fairen Handel.
  • Eine Arbeitsgruppe kümmert sich um die Umsetzung der Ziele.
  • Fair gehandelte Produkte sind in lokalen Geschäften leicht erhältlich.
  • Weitere Institutionen und Unternehmen sollen dazu bewegt werden, faire Produkte zu verwenden.
  • Der Bevölkerung soll der faire Handel nähergebracht werden.

Seit November 2016 erfülle die Stadt die Kriterien, schreibt die Stadtverwaltung. Am 13. Februar erhält Bern die Auszeichnung im Rahmen einer öffentlichen Feier an der Berner Fachhochschule.

«Bedeutendes Signal»

«In den vergangenen Monaten konnten über 100 Unternehmen, Schulen, Kitas, Spitäler, Hotel- und Gastronomiebetriebe sowie Institutionen überzeugt werden, Produkte aus fairem Handel in ihr Sortiment aufzunehmen», schreibt die Dachorganisation «Swiss Fair Trade» auf ihrer Internetseite. Zudem seien Tausende EinwohnerInnen für einen fairen, nachhaltigen Konsum sensibilisiert worden. «Bern setzt damit ein bedeutendes Signal für eine sozial gerechtere Welt.»

Es sei leicht gewesen, die Unternehmen und Institutionen zu überzeugen, sagt Katharina Stampfli vom Stadtberner Wirtschaftsamt. «Das Thema ist aktuell und die Bereitschaft ist recht gross, sich zu engagieren.» Mit der Auszeichnung sei die Arbeit für die Stadt Bern aber nicht vorbei. «Wir wollen am Ball bleiben.»