Bern ist eine Woche japanisch

Eine Woche zeigen japanische Künstler in der Bundesstadt Traditionen des Landes. Der Austausch zwischen Japan und der Schweiz soll gefördert werden.

Laut und farbig war der Auftakt der Japanwoche in Bern. Am Mittwochvormittag zog eine «Chindong-Gruppe» durch die Innenstadt. Chindong ist eine Form von Werbung, die in früheren Jahren in Japan üblich war: Mit Musik, Make-up und speziellen Kleidern zogen die Künstlergruppen die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich.

Am Mittwochmittag traten diverse Künstlerinnen und Künstler auf dem Waisenhausplatz auf und zeigten ihr Können. Bis nächsten Montag gibt es verschiedenste Veranstaltungen.

Organisiert wird die Japanwoche von der japanischen Vereinigung «International Friendship Foundation» und der Stadt Bern. Die Japaner veranstalten schon seit Jahren in ganz Europa solche Japanwochen – dieses Jahr zum ersten Mal in der Schweiz. Die Idee: die guten Beziehungen der beiden Länder zu festigen und das 150-Jahr-Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Japan zu feiern.

«Die Künstler gehen auch in Schulen und Altersheime, wo ein reger Austausch stattfinden wird», sagt Mitorganisatorin Manuela Angst von der Stadt Bern.

Naohiro Abe von der japanischen Vereinigung ist überzeugt, dass zwischen Bernern und Japanern Freundschaften entstehen werden. «Von anderen Austragungsorten weiss ich, dass viele Leute per Mail und Telefon in Verbindung geblieben sind.»

Vor allem Japanerinnen

Im Kanton Bern leben mehrere hundert Japaner. Rund 90 Prozent seien Frauen, sagt Nagisa Wälti vom Japanverein Bern. Viele Schweizer Männer haben eine japanische Frau kennengelernt und in die Schweiz gebracht. Für japanische Männer gebe es in der Region Bern kaum Arbeit. In Zürich und Genf sei das Verhältnis ausgeglichener, so Nagisa Wälti.

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