Zum Inhalt springen

Bern Freiburg Wallis Bern: Ja zu Wettbewerb unter Kitas und dem Schutz von Wohnraum

Das Stadtberner Stimmvolk sagt Ja zur Stadtratsvorlage zum Betreuungsreglement. Dieses schafft gleich lange Spiesse unter städtischen und privaten Kindertagesstätten. Deutliche Zustimmung fand eine Verschärfung der Bauordnung, welche es untersagt, Wohnungen in Büros umzuwandeln.

Gemeinderäte im Einsatz: Franziska Teuscher vertrat die Betreuungsvorlage - Alexander Tschäppät den Wohnraumschutz.
Legende: Gemeinderäte im Einsatz: Franziska Teuscher vertrat die Betreuungsvorlage - Alexander Tschäppät den Wohnraumschutz. SRF

In der Stadt Bern sollen Kindertagesstätten ihre Gebühren frei bestimmen dürfen. Zudem fällt die Defizitgarantie für städtische Kitas weg. Das Stimmvolk hat sich für ein entsprechendes Reglement über die Betreuungsgutscheine für Kitas entschieden.

«Ich hoffe nicht, dass die Elternbeiträge ins Unermessliche steigen werden», sagt die zuständige Gemeinderätin Franziska Teuscher gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Weiter sagt Teuscher: «Es braucht in jedem Stadtteil Kitas, die sich alle Eltern leisten können.»

Die sogenannte Stadtratsvorlage des Betreuungsreglements erhielt die Zustimmung von 15'591 Bernerinnen und Bernern, während 12'235 Nein sagten.

Hinter dem Reglement stand eine Mitte-Rechts-Mehrheit des Berner Stadtrats. FDP-Stadtrat Christoph Zimmerli schätzt es, dass private Kindertagesstätten nun die Möglichkeit haben, ihr Angebot anzupassen: «Jetzt gibt es einen fairen Wettbewerb zum Wohle der Eltern und der Kinder», sagt Zimmerli gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis». Längere Betreuungszeiten würden zwar mehr kosten, jedoch auch einen Mehrwert bieten.

Die frühere SP-Stadträtin Ursula Marti befürchtet, dass es durch den Entscheid an der Urne nun zu einem «Zwei- oder Mehrklassensystem» in den Kindertagesstätten kommen könnte. 

Die zweite Vorlage betraf die Bauordnung: In der Stadt Bern bleibt der Wohnraum geschützt. Wer eine Wohnung in ein Büro umwandeln oder abbrechen lassen will, braucht auch künftig eine Bewilligung, sofern Wohnungsknappheit herrscht.Die Stimmbeteiligung in der Stadt Bern betrug 36,30 Prozent.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Samuel B. Moser, Frutigen
    Mehr Lehrstellen, weniger Praktikumsplätze! Im Sinne von gleich langen Spiessen für alle Kitas und einer hochwertigen Ausbildung von Kinderbetreuungsfachleuten müssen die Betreuungsgutschriften auch das Angebot an Lehrstellen verbessern. Es ist stossend, dass die privaten Kitas anstelle von aufwändigen Lehrstellen praktisch nur Praktikumsplätze anbieten; den städtischen Kitas dies aber ab 2013 reglementarisch verboten ist. Diese Auflage muss nun zwingend auch für die privaten Kitas gelten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Willi Zimmermann, Berner Oberland
      Es war heute morgen bemühend, die unverbesserlichen GegnerInnen der Stadtratsvorlage am Radio hören zu müssen. Warum nicht einfach das klare Resultat demokratisch akzeptieren und die Zwängerei endlich auf die Seite legen? Das Resultat ist ein Hoffnungsschimmer für den ganzen Kanton Bern, dessen Bürgern/Bürgerinnen die Politik in ihrer Hauptstadt nicht gleichgültig ist.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen