Bern plant neues Stadtquartier im Viererfeld

Die Berner Stadtregierung will die Grünfläche im Länggassquartier teilweise überbauen. 3000 Menschen sollen dort wohnen, viele aber auch dort arbeiten und ihre Freizeit verbringen können.

Blick von oben auf das Gebiet, das überbaut werden soll.

Bildlegende: Das Grundstück ist nahe dem Berner Stadtzentrum und mit dem öffentlichen Verkehr bereits erschlossen. Copyright by vistaplus-Peter Burri

Im Vierer- und Mittelfeld soll ein neues Stadtquartier entstehen: Mit Wohnungen für rund 3000 Menschen, 650 Arbeitsplätzen, Restaurants, Läden, Arztpraxen, Schulen und einem Park. Das neue Quartier soll an das bestehende Länggassquartier anschliessen und auch von der Dichte und vom Bevölkerungsmix her ähnlich werden. «Das neue Quartier soll den städtischen Charme des Längassquartiers haben und dieses weiterbauen», sagt Stadtpräsident Alexander Tschäppät.

Die Stadt ortet seit längerem einen Mangel an Wohnraum, trotz verstärktem Wohnungsbau in den letzten Jahren. Mit den bestehenden Baulandreserven und den geplanten Vorhaben zur Verdichtung könne die Nachfrage nach Wohnraum nur bis etwa ins Jahr 2020 gedeckt werden, schreibt die Berner Stadtregierung.

Verschiedene Anwohner und Organisationen haben die Stadt bereits mit Einsprachen gegen das Projekt eingedeckt. Manche befürchten eine Beeinträchtigung des Stadtbilds, andere möchten zuerst bestehende Bauzonen überbauen, statt neue Bauzonen zu schaffen. Die Stadt habe ihre Lehren aus dem ersten Anlauf gezogen, sagte Stadtpräsident Alexander Tschäppät am Freitag vor den Medien.

Die Stimmbevölkerung der Stadt Bern wird voraussichtlich am 28. Februar 2016 über die Um- und Einzonungen abstimmen. Zum zweiten Mal: Im Jahr 2004 war ein erster Anlauf für die Überbauung des Gebiets an der Urne gescheitert. Läuft alles nach Wunsch des Gemeinderats, sollen die ersten Bewohner des neuen Quartiers 2023 einziehen.

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