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Bern Freiburg Wallis Bern schränkt Zugriff auf Sozialhilfedossiers ein

Der städtische Datenschützer hat interveniert: Der Zugriff auf die sensiblen Daten soll in Zukunft weniger Verwaltungsmitarbeitern zugänglich sein.

Dossier und Computertastatur
Legende: Berner Gemeinderat beschränkt Zugang zu Sozialhilfedossiers. Keystone

Rund 400 Verwaltungsmitarbeiter haben in der Stadt Bern Zugriff auf das städtische Klienten-Informationssystem. Dass die sensiblen Daten der Sozialdienste so vielen Leuten uneingeschränkt zugänglich sind, hat den Datenschützer auf den Plan gerufen. Vor Jahren schon hat der städtische Datenschützer die offen zugänglichen Dossiers kritisiert.

Nun hat der Gemeinderat reagiert. Er will die Zugriffsrechte auf die Klientendossiers einschränken lassen. Der Datenschützer verlangt die rasche Umsetzung der Massnahme. Im Zentrum steht insbesondere die Aufhebung der Zugriffsmöglichkeiten zwischen dem Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz sowie dem Sozialamt.

Die Einhaltung der neuen Auflagen soll regelmässig überprüft werden, teilt der Gemeinderat mit. Wie der Datenschützer Mario Flückiger auf Anfrage sagt, seien nicht alle seine Vorgaben bezüglich Datenschutz erfüllt worden - jedoch aber sein Hauptanliegen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Statt endlich nachhaltig, offen und effizient die "schwarzen Schafe" aus den "Sozial-Hängematten" entfernen, passiert das Gegenteil: Um ja nicht zu viele zweifelhafte und merkwürdige Daten "in Umlauf" zu bringen, was da alles an ungerechten Sozialbezügen abläuft, will man alles noch mehr "Geheim halten" und tabuisieren! Sozialhilfe-Leistungen sollten "Härtefälle" als Klientel haben und nicht junge, gesunde Leute oder Migranten, die arbeiten könnten, wenn sie "müssten" (endlich gezwungen würden)!
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