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Berner Baumbuch Geschichten von Menschen und Bäumen

Die 200-jährige Robinie.
Legende: Die 200-jährige Robinie steht noch, weil sie aufgrund ihres Alters einen emotionalen Wert hat. zvg/Fotograf: Robert Brügger

Ein über 200-jähriger Baum, der eigentlich gar nicht in sein Umfeld passt. Ein Baum, der dem ehemaligen Stadtpräsidenten geschenkt wurde. Oder ein Baum, der mitten im Quartier wild gewachsen ist: Solche und andere Geschichten zu Berner Bäumen erzählt Andreas Minder in seinem Buch «Von Menschen und Bäumen», das im Stämpfli-Verlag erschienen ist.

Porträt Andreas Minder.
Legende: Autor Andreas Minder vor der 200-jährigen Robinie im Spitalacker-Quartier. SRF

Dicke Stahlseile halten die Äste der alten Robinie im Spitalacker-Quartier, und in den Zwischenräumen des Stamms wachsen Holunderbüsche. Eigentlich ist der Baum eine Baustelle. Dass sie noch stehe, habe sie ihrem emotionalen Wert durch ihr Alter zu verdanken, sagt Autor Andreas Minder. «Und auch ökologisch ist die Robinie wertvoll.» Ihr abgestorbenes Holz biete vielen kleinen Lebewesen Unterschlupf.

Faszination Baum

Er sei selber umgeben von Bäumen aufgewachsen, begründet Minder seine Faszination. «Und wenn die Bäume älter werden, haben sie eine grosse Ausstrahlung.» Das ist beim Baum im Rosengarten, den Alexander Tschäppät geschenkt bekommen hat, noch nicht der Fall. Aber der ehemalige Stadtpräsident habe mal gesagt, er höre die Bäume reden, sagt Andreas Minder. Und diese würden ihm sagen, man solle Sorge tragen zu ihnen und der Umwelt.

Ein junges Bäumchen.
Legende: Das kleine Bäumchen hat der ehemalige Stadtpräsident Alexander Tschäppät geschenkt erhalten. zvg/Fotograf: Robert Brügger

Eine weitere Baum-Geschichte in Minders Buch ist diejenige der wilden Sandbirke im Mattenquartier. Nach 50 Jahren sollte dem Hochwasserschutz weichen. Eine Anwohnerin setzte sich mit Erfolg für den Baum ein. Die Sandbirke durfte bleiben – trotz Hochwasserschutz. «Auch das zeigt, dass Bäume für Menschen eine grosse Bedeutung haben. Sie bereichern die Umgebung», sagt Andreas Minder.

Eine Birke zwischen Betonpfeilern.
Legende: Die Sandbirke steht immer noch. Eine Anwohnerin hatte sich für den Baum gewehrt. zvg/Robert Brügger

Minder selbst hat zwar eine Baum- und Geschichtenauswahl für sein Buch getroffen. Einen Favoriten hat er aber nicht. «Jeder Baum hat etwas, wenn man sich damit beschäftigt.»

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