Berner Caritas-Markt gefragt wie nie

Der Caritas-Markt in Bern war vor 20 Jahren einer der ersten in der Schweiz. Er läuft wie die anderen Läden des Hilfswerks von Jahr zu Jahr besser.

Im Caritas-Markt an der Berner Brunnmattstrasse kaufen täglich rund 200 Leute ein. Es sind Frauen und Männer, die nachweislich am oder unter dem Existenzminimum leben. Sie müssen sich beim Kauf mit einer persönlichen Caritas-Karte ausweisen.

Vom Apfel bis zur Zahnpasta

Verkauft werden im Caritas-Laden Waren des täglichen Bedarfs. Etwa Brot, Teigwaren, Gemüse oder Hygieneartikel wie Zahnpasta und Duschgel. Die Preise liegen meist etwa 50 Prozent tiefer als im Detailhandel. Die Idee ist, dass von Armut betroffene Menschen durch die vergünstigten Einkäufe mehr finanziellen Spielraum erhalten. Und sich vielleicht auch einmal etwas leisten können, was sonst unerschwinglich wäre.

Der Geschäftsleiter zeigt auf das vielfältige Sortiment.

Bildlegende: Das Sortiment wurde in den letzten Jahren laufend vergrössert, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Neubauer. SRF

Der Laden des Hilfswerks in der Stadt Bern läuft von Jahr zu Jahr besser. In den anderen 22 Caritas-Läden in der Schweiz zeigt sich das gleiche Bild. Eigentlich eine traurige Entwicklung, sagt der Geschäftsführer des Berner Caritas-Markts, Wolfgang Neubauer. «Es zeigt, dass es immer mehr Armutsbetroffene gibt», so Neubauer im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Andererseits lasse sich an der Entwicklung aber auch ablesen, dass das Angebot der Caritas immer bekannter werde.