Berner Fachhochschule: Drei Konzentrations-Varianten liegen vor

In der höchst umstrittenen Frage, wo ausser in Biel die Berner Fachhochschule künftig angesiedelt sein soll, will die bernische Erziehungsdirektion nun drei Standortvarianten prüfen lassen. Ein Entscheid ist noch nicht gefallen.

Lehrlinge im Elektronik-Unterricht.

Bildlegende: Die Lehrlinge der Technischen Fachschule könnten künftig in Burgdorf ihren Beruf lernen. (Symbolbild) Keystone

Die drei Standort-Varianten für die Berner Fachhochschule würden in den nächsten Monaten vertieft überprüft, sagte Erziehungsdirektor Bernhard Pulver am Dienstag vor den Medien. Im Sommer wolle der Regierungsrat dann entscheiden und dem Grossen Rat einen Antrag stellen.

Folgende Optionen werden geprüft:

  • Die erste Variante ist, die Hochschule der Künste in Bern zu belassen, aber an einem Standort zu konzentrieren. Das Departement WGS (Wirtschaft, Gesundheit und Soziale Arbeit) der Berner Fachhochschule (BFH) würde von Bern nach Burgdorf ziehen.
  • Die zweite Variante sieht vor, in Bern einen neuen Campus für das Departement WGS und die Hochschule der Künste zu bauen. Dies im Gebiet Weyermannshaus.
  • Die dritte, eine von der kantonalen Erziehungsdirektion entwickelte Variante, sieht vor, die Standortkonzentration der Berner Fachhochschule mit einer Konzentration der Technischen Fachschule (TF) Bern (früher: Lehrwerkstätte Bern oder «Lädere»), zu vereinen. Die TF würde in Burgdorf am Standort Gsteig angesiedelt, in einem neuen Gebäude. Im bestehenden Gebäude im Tiergarten entstünde ein gemeinsames Kompetenzzentrum «erneuerbare Energie» der TF und der Fachhochschule.

Die technische Fachschule gehört dem Kanton Bern und befindet sich heute an zwei Standorten in Bern - in der Lorraine und in der Felsenau.

Die Erziehungsdirektion arbeitet auch noch mit einer vierten Variante: den Status Quo. Sie dient als Vergleichsvariante oder Referenzszenario. Das Kantonsparlament kann frühstens im Januar 2016 entscheiden, welche Variante weiterverfolgt werden soll.