Berner Filme finden mehr Beachtung

Die Situation der Berner Filmschaffenden hat sich verbessert. Dies ist der Filmförderung zu verdanken, heisst es in einer Studie.

Zu diesem Schluss kommt eine im Auftrag des Kantons Bern durchgeführte Evaluation. In den vergangenen Jahren hat die Filmförderung im Kanton Bern einen starken Wandel erfahren.

Alle kommunalen und kantonalen Förderungen wurden bei einer kantonalen Stelle konzentriert und die Fördermittel wurden aufgestockt.
Nach 2010 hat die Kantonsregierung im Rahmen eines befristeten Pilotprojekts die Fördersumme von 2,1 auf 3,1 Millionen Franken erhöht.

Sinnvolle Schwerpunkte

Die durch ein externes Beratungsbüro vorgenommene Auswertung bescheinigt der Berner Filmförderung kohärente Ziele und Massnahmen und eine sinnvolle Schwerpunktsetzung. Der Vollzug funktioniere, heisst es im Bericht weiter.
Insgesamt hätten die in den vergangenen Jahren ergriffenen Massnahmen Wirkung gezeigt. Insbesondere habe sich die Wirkung seit dem Start des Pilotprojekts nochmals erhöht. Der Bericht bilanziert, dass sich die Situation der Filmschaffenden und der Publikumszuspruch verbessert hätten.

Blick aus dem Gefängnis Thorberg, eine Szene aus dem gleichnamigen Film.

Bildlegende: Screenshot von «Thorberg». Balzli & Fahrer Filmproduktion

Dieser Eindruck deckt sich offenbar mit dem Branchenverein «Bern für den Film». In den vergangenen Jahren habe eine positive Dynamik eingesetzt, bilanziert der Verein und spricht sogar von einer «ersten Blüte des Berner Filmschaffens». Als jüngste Beispiele der Erfolgsgeschichte nennt der Verein zwei Berner Kurzfilme, die die Kriterien für eine Oscar-Nomination erfüllt haben. Es handelt sich um «Traumfrau» von Oliver Schwarz
und «Parvaneh» von Talkhom Hamzavi. Auch an den Kinokassen waren Berner Filme jüngst erfolgreich: 2012 und 2013 erzielten fünf Filme mehr als 10'000 Eintritte, so etwa «Thorberg» von Dieter Fahrer und «Der Imker» von Mano Khalil.