Berner Gemeinden werden Lehrmittel zu teuer

Gemeinden im Kanton Bern beklagen sich über zu hohe Kosten für Lehrmittel an den Schulen. Nun fordern sie in einem offenen Brief vom Kanton Mitsprache bei der Lehrmittelbeschaffung.

Schülbücher

Bildlegende: Gemeinden wollen mehr Mitsprache bei der Auswahl der Lehrmittel. Keystone

Im Kanton Bern legt derzeit eine Expertengruppe fest, welche Lehrmittel die Schulen zu beschaffen haben. Die Gemeinden haben kein Mitspracherecht, müssen die Lehrmittel aber bezahlen.

17 Gemeinden möchten das nun ändern. In einem offenen Brief an den Erziehungsdirektor fordern sie ein Mitspracherecht. Wolle der Kanton beim heutigen System bleiben, solle er die Lehrmittel auch selber bezahlen.

Stein des Anstosses ist der «rasante Anstieg» der Kosten durch elektronische Hilfsmittel sowie Einweglehrmittel. Unterzeichnet wurde der Brief von Gemeinderäten aus Bern, Köniz, Ostermundigen, Burgdorf, Bremgarten, Bolligen, Stettlen, Kirchlindach, Worb, Kehrsatz, Ittigen, Vechigen, Münchenbuchsee, Orpund, Zollikofen, Lyss und Muri.

Regierungsrat Pulver äussert Verständnis für das Anliegen der Gemeinden. Er kann sich vorstellen, dass die Gemeinden künftig einbezogen werden und will in in den nächsten Monaten auf die Gemeinderäte zugehen.