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Bern Freiburg Wallis Berner Kantonsparlament: BDP verliert, GLP und SVP gewinnen

Im Grossen Rat muss die BDP Federn lassen, sie verliert 11 ihrer 25 Sitze. Die GLP (+7) und die SVP (+5) sind die Gewinnerinnen. DIe EVP gewinnt 2 Sitze.

Legende:
Neue Sitzverteilung im Grossen Rat des Kantons Bern Die GLP ist die Gewinnerin der Wahlen 2014, die BDP verliert am meisten Sitze.

Die BDP kommt neu noch auf 14 Sitze. Bei den letzten Wahlen 2010 hatte sie nach der Abspaltung von der SVP als Newcomerin 25 Sitze geholt. Parteipräsident Heinz Siegenthaler hatte am Sonntagabend noch keine Erklärung für das Debakel. Er mutmasste, dass der Rosenkrieg der SVP und der BDP vor vier Jahren die Wählerschaft beflügelt hatte.

Legende: Video Berner Wahlen und Reaktionen abspielen. Laufzeit 3:08 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 30.03.2014.

Gut möglich, dass die BDP-Wählerschaft auch das gemeinsame bürgerliche Paket für die Regierungsratswahlen nicht goutiert habe, sagte Siegenthaler. In diesem Paket machten SVP und BDP zusammen mit FDP und EDU gemeinsame Sache.

Grünliberale und SVP gewinnen

Zulegen konnten die Grünliberalen: Statt wie vorher mit 4, sind sie neu mit 11 Personen im Kantonsparlament vertreten. Auch zulegen konnte die SVP (+5 Sitze, neu 49). Die bürgerlichen Parteien SVP, BDP, FDP und EDU kommen zusammen auf 85 der 160 Sitze im Parlament (minus 6).

SP, Grüne und die PSA zählen neu zusammen 52 Sitze (vorher 54). Die Mitte mit den Parteien GLP und EVP geht gestärkt aus den Wahlen hervor: Sie kommen zusammen auf 23 Sitze (vorher 15 inkl. CVP). Die CVP ist nicht mehr im Berner Kantonsparlament vertreten.

Bekannte (Ab-)Gewählte

Neu im Grossen Rat ist Raphael Lanz (SVP), Stadtpräsident von Thun. Auch Hans Jörg Rüegsegger (SVP), Präsident des Berner Bauernverbandes LOBAG hat die Wahl geschafft. Neu im Grossen Rat sind auch Kilian Baumann (Grüne), Sohn des bekannten Politiker-Ehepaars Ruedi und Stephanie Baumann oder die Berner Stadträtin Nicola von Greyerz (SP).

Abgewählt wurden gleich vier bekannte BDP-Politiker: Fraktionschef Dieter Widmer, der ehemalige BLS-Chef Mathias Tromp, Renato Krähenbühl, Gemeindepräsident von Rubigen, sowie Enea Martinelli, ehemals Vorstandsmitglied des bernischen Apothekerverbandes.

Legende:
Die Gewinner und Verlierer der Berner Grossratswahlen Die BDP verliert am meisten Sitze, die GLP und die SVP gewinnen.
Legende:
Die neuen Machtverhältnisse im Kantonsparlament Weiterhin dominieren die Bürgerlichen das Kantonsparlament. Die Mitte konnte aber leicht zulegen.

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38 Kommentare

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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Ich frage mich schon, weshalb solche Leute wie Herr Bürger nun so dünnhäutig reagieren? Weil die BDP gestern massiv verloren hat? Als die BDP vor 4 Jahren massiv gewann, da war es wohl für Herrn Bürger&Konsorten kein Problem, als sich dazu auch Nichtberner positiv äußerten. Aber bei einer BDP-Niederlage in BE sollen dann alle Nichtberner aufs Maul hocken? Wer dermaßen im Höhenflug war wie die BDP und sich ins Scheinwerferlicht stellt, der muss nun in der Niederlage damit nicht kneifen!!
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    1. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Ausserdem ist diese SRF Plattform nicht bloß alleine den Bernern vorbehalten und überregional. Schließlich bezahlen SchweizerInnen auch Konzessionsgebühren.
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  • Kommentar von P. Bürger, Schaffhausen
    Manchmal frage ich mich schon ob Forumsteilnehmer wie M. Zelger & R. Anderegg Lohnschreiber der SVP sind.Da werden die Foren mit Kommentaren geflutet & dabei vergisst man doch, dass es sich um Wahlen in einem Kanton handelt,in welchem diese Menschen weder Einfluss, noch Vor-oder Nachteile in Kauf zu nehmen haben. Der Kanton Bern hat demokratisch gewählt & die Resultate widerspiegeln den Wunsch der Menschen & NICHT der Doktrin dieser Schreiberlinge! Das ist gut so! Das ist lebendige Demokratie!
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    1. Antwort von Ignaz Kurtz, St. Gallen
      Hinter all diesen "Personen", steht eine Person: Rolli Anderegg, der mit sehr vielen verschiedenen Namen auftritt...
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    2. Antwort von K. Räschter, Schweiz
      Da bin ich mir aber ganz sicher, dass hier mehrere Personen unter verschiedenen Namen für Stimmung in den SF-Foren sorgen; die einen für die Linke und die anderen für die Rechte Politik. Ich denke, da würde bei einigen Lesern ein "hätte ich nicht gedacht von dem ..." als Reaktion kommen.
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    3. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Herr Bürger, immerhin ist der Kanton Bern neben Graubünden die zweite Hochburg der BDP. Oder war es vielmehr. Nebenbei auch der zweitgrößte Kanton der Schweiz. Von den linken Medien hochstilisiert, interessiert es alle Nichtberner eben schon, wie gut oder wie mies die BDP abschneidet. Somit war der gestrige Tag für die BDP auch eine Schicksalswahl nach unten. Und Herr Kunz sollte nicht von sich aus auf andere schliessen.
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  • Kommentar von B. Küng, Biel
    An alle ausserkantonalen SVP-philen Kommentatoren: es handelt sich hier um Wählen im Kt. Bern. Die Regierung ist weiterhin rot-grün und das ist gut so, da ändern auch die völlig überflüssigen Statistiken und Wahlanalysen des Herrn Anderegg aus dem Fernen Zürich nichts. Stimmt, die SVP hat im Grossen Rat leider ein paar Sitze dazu gewonnen, aber damit kann man leben. Wenigstens ist BE nicht rein bürgerlich wie z.B. Nidwalden.
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