Berner Kantonsparlament diskutiert über Pensionskassen-Sanierung

Der bernische Grosse Rat hat am Montag die Debatte zur Sanierung der beiden Pensionskassen des Kantons aufgenommen. Kann sich das Kantonsparlament trotz auseinander driftender Meinungen auf einen Kompromiss einigen?

Die Unterdeckung der Bernischen Pensionskasse (BPK) und der Bernischen Lehrerversicherungskasse (BLVK) betrug Ende 2011 insgesamt rund 2,8 Milliarden Franken. Der Deckungsgrad betrug bei der BPK 86,1 Prozent, bei der BLVK 78,8 Prozent.

Die Regierung präsentierte dem Parlament zwei Varianten, eine Voll- und eine Teilkapitalisierung. Der Regierungsrat bevorzugt eine Teilkapitalisierung mit einem Deckungsgrad von 80 Prozent innerhalb von 40 Jahren. So müssten das Personal und die Arbeitgeber voraussichtlich keine Sanierungsbeiträge leisten. Der Kanton müsste aber wohl über Jahrzehnte eine Staatsgarantie erbringen.

Hand, die Münzen aufstapelt.

Bildlegende: Den staatlichen Pensionskassen fehlt Geld. Colourbox

Die vorberatende Grossratskommission möchte die beiden Kassen zunächst teil- und dann vollkapitalisieren. Die Kommission schlägt unter anderem vor, die Finanzen innert 20 Jahren ins Lot zu bringen. Bei dieser Lösung müssten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmende mit Finanzierungsbeiträgen beteiligen.