Berner Kehrichtverbrennung: Der «Supertanker» ist auf Kurs

Nach dem ersten Betriebsjahr der Energiezentrale Forsthaus zieht Energie Wasser Bern (ewb) eine positive Bilanz.

Ein Kran hievt Abfall umher.

Bildlegende: Die Kehrichtverbrennung in der Energiezentrale läuft praktisch im Dauerbetrieb. EWB, Daniel Moser

«Die Energiezentrale läuft seit Beginn sehr gut», bilanziert EWB-Chef Daniel Schafer. Die Kehrichtverbrennungsanlage ist mit 8000 Betriebsstunden pro Jahr praktisch voll ausgelastet. 2013 wurden rund 120'000 Tonnen Kehricht verbrannt.

Auch das Holzheizkraftwerk laufe rund neun Monate im Jahr, so Daniel Schafer. Einzig das Gas- und Dampfkombi-Kraftwerk werde nur zu Spitzenzeiten benutzt, wenn der Strom- oder Wärmebedarf besonders gross ist.

«Diese Produktionsart ist relativ teuer - oder der Strompreis zu gering, je nach Sichtweise - deshalb ist dieses Kraftwerk nicht rentabel.»

Die 300 Meter lange und bis zu 70 Meter hohe Anlage vereint unter einem Dach eine Kehrichtverbrennungsanlage, ein Holzheizkraftwerk und ein Gas- und Dampf-Kombikraftwerk. Diese liefern seit Frühling 2013 Strom, Wärme und Dampf für die Stadt Bern. Die Energiezentrale deckt rund ein Drittel des städtischen Stromverbrauchs und knapp ein Sechstel des Wärmebedarfs.

Dampf wird unter anderem an die Grosswäscherei Inotex in unmittelbarer Nachbarschaft der Energiezentrale Forsthaus geliefert, sowie an die Abwasserreinigungsanlage Bern.

Gutes Jahr für EWB

Der Stadtberner Energieversorger Energie Wasser Bern hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 44,6 Millionen Franken erwirtschaftet. Die erfreulichen Zahlen seien «in einem anspruchsvollen Marktumfeld» erwirtschaftet worden, hält das Unternehmen fest. Davon gehen 22,5 Millionen an die Besitzerin, die Stadt Bern.

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