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Berner Parlamentswahlen SP und FDP legen zu, SVP verliert

Die SP gewinnt 5 Sitze, FDP 3 im Berner Grossen Rat. Die SVP muss 3 Sitze abgeben.

Legende:
Neue Sitzverteilung im Berner Kantonsparlament 160 Sitze zählt der Grosse Rat des Kantons Bern. Staatskanzlei Kanton Bern

SP und FDP haben die Berner Grossratswahlen gewonnen. Die SP legte fünf Sitze zu, die FDP drei. Sitze verlieren SVP (-3), EVP (-2), Grüne (-1), BDP (-1) und der autonomistische PSA aus dem Berner Jura (-1). Aus dem Rathaus verschwinden die Grünalternativen, eine kleine Splitterpartei. Sie werden ersetzt durch die Alternative Linke, die in der Stadt Bern einen Sitz erobert hat.

Legende:
Gewinner und Verlierer im Berner Kantonsparlament Sitzgewinne und -verluste im Vergleich zu den Wahlen vor 4 Jahren

Im Wahlkreis Stadt Bern haben die Wahlen zu einigen Umwälzungen geführt. Auf links-grüner Seite wurden Simone Machado Rebmann (GaP) und Daniel Klauser (GFL) abgewählt. Für sie kommen unter anderen die 2015 abgewählte Grünen-Nationalrätin Aline Trede und Juso-Schweiz-Präsidentin Tamara Funiciello ins Parlament. Auch Erich Hess von der SVP zieht ins Berner Rathaus ein. Hess hat damit drei politische Mandate: Nationalrat, Berner Stadtrat und nun auch Grossrat.

Im Mittelland-Nord gewinnt die SP zwei Sitze auf Kosten der BDP (-1) und EVP (-1). Abgewählt wurden Grossrat Daniel Schwaar (BDP) und Thomas Leiser (EVP). Einen Verlust fährt die SVP im Wahlkreis Mittelland-Süd ein (-1), zu Gunsten der SP Frauen (+1). Im Wahlkreis Biel-Seeland verlieren SVP und EVP je einen Sitz. FDP und SP gewinnen je einen Sitz dazu.

Legende: Video Die BDP und die SP feiern abspielen. Laufzeit 1:39 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 25.03.2018.

Im Wahlkreis Thun legt die FDP einen Sitz zu, die SVP verliert einen Sitz. Erfolg hatte die FDP auch im Berner Jura (+1) zu Lasten des autonomistischen PSA (-1). Dabei gibt es einen Wechsel in der PSA-Vertretung im Grossen Rat: Pierre Sauvain und Patrizio Robbiani sind abgewählt, einen der beiden Sitze übernimmt Maurane Riesen, die auch für den Regierungsrat kandidierte. Zudem verschiebt sich im Berner Jura ein Sitz der SP Männer zu Gunsten der SP Frauen.

Im Emmental, Oberaargau und im Oberland gibt es keine Sitzverschiebungen. Enea Martinelli, Präsident der BDP Kanton Bern, schaffte im Oberland die Rückkehr ins Parlament nicht. Auch Aliki Panayides, Parteisekretärin der SVP, die im Wahlkreis Mittelland-Nord kandidierte, wurde nicht ins Kantonsparlament gewählt.

So viele Frauen wie noch nie

Ab der neuen Legislatur liegt der Frauenanteil im Berner Kantonsparlament gemäss Zahlen der bernischen Staatskanzlei bei 35,6 Prozent, das sind 3,7 Prozent mehr als bei den Wahlen 2014 und doppelt so viele wie im Jahr 1992.

Knapp ein Drittel der künftigen Grossrätinnen und Grossräte ist zwischen 54 und 59 Jahre alt. Zudem hat es im neuen Parlament fast so viele 24 bis 29-Jährige (4,4 Prozent) wie 66 bis 71-Jährige (3,8 Prozent).

Die Stimmbeteiligung für die Wahlen des Kantonsparlaments lag bei 30,5 Prozent.

Berner Kantonsparlament – Veränderungen Wähleranteile und Sitze

Partei
Wähleranteil 2018
Differenz zu 2014
Sitze 2018
Differenz zu 2014
SVP26,76-2,2446-3
SP22,23+3,1338+5
FDP11,65+0,9520+3
Grüne9,94+0,1414-1
BDP9,02-2,1813-1
GLP6,91+0,2111
0
EVP
6,17
-0,23
10
-2
EDU
3,58
-0,52
5
0
PSA
0,68
-0,02
2
-1
Diverse*
2,61+1,0110
CVP0,45-0,3500

*Diverse: Die Alternative Linke übernimmt im Wahlkreis Bern den Sitz der Grün-alternativen Partei.

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Tobias Weiss (Weiss)
    Erfreulich, dass die meisten WählerInnen welche an der Abstimmung teilgenommen haben die SVP wählten. Dennoch hat die SVP ein wenig verloren und die SP hat zumindest in der Sitzzahl beachtlich zugelegt. Das macht Grund zur Sorge. Ich hoffe die Menschen erkennen, dass die SP es primär auf das Steuergeld abgesehen ab um die Linke Beamtenindustrie zu finanzieren. Und die CH natürlich in die EU zu bringen um die für Linke lästige Demokratie abzuschwächen.Die SVP schaut als einzige fürs Volk!
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  • Kommentar von Toni Umbre (chemieaffe_alias_fcb)
    An solche die die Stimmbeteiligung herausstreichen: Wir leben im 2018! Denkt mal zurück, wenn mich jemand 2008 bei der Finanzkrise gefragt hätte wie wir 2018 leben, hätte ich sicher gedacht: Wir stimmen in diesem Jahr sicher per Smartphone ab, alle am Tag x und nicht 5 Tage vorher. Sorry liebe Beamte, aber ihr verpennt es leider wieder einmal. Und die SVP und SP werden immer stärker, lieber sollte man den Mitteparteien vermehrt vertrauen schenken, als den Populisten von links u rechts.
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  • Kommentar von Heinz Gerber (rosenzeit)
    ist die tiefe stimmbeteiligung ist eine frage der überforderung? es geht bei den wahlen heute nur noch um das schönste lächeln auf den plakaten und inseraten. "bärnstark" und "für bärn das beste" - das ist doch für jede und jeden etwas anderes. wie soll ich wissen, welches lächeln in den nächsten 4 jahren meine meinung im rat vertritt? der/die gerne joggt oder kocht oder im gemischten chor seine freizeit verbringt ? sie lächeln, allesamt. das ändert sich bei der 1. ratssitzung sehr rasch.
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