Berner Parteien sollen über ihren Schatten springen

Die Vereinigung «Fokus Bern» ist besorgt über die politische Diskussion. Es sei ungeklärt, was Bern in den nächsten 10 bis 20 Jahren erreichen wolle. Sie verlangt deshalb von den Parteien, dass sie sofort eine Finanzstrategie erarbeiten. Warten bis nach den Wahlen liege nicht drin.

Die politische Diskussion im Kanton Bern ist laut «Fokus Bern» sprunghaft und substanzlos. Der Vereinigung von Berner Unternehmern fehlt «eine gemeinsame Sicht auf die Probleme» des Kantons Bern, wie Exponenten vor den Medien ausführten. Sie orten einen Stadt-Land-Graben und vermissen bei den politischen Parteien ein «abgestimmtes gemeinsames Vorgehen». 

Für die Vereinigung ist klar, dass der Kanton Bern sehr rasch auf Angebote verzichten muss. Die Verzichtsplanung müsse von den Parteien aber gemeinsam erarbeitet werden - und zwar nicht erst nach den Wahlen vom Frühjahr 2014: «Abwarten kann sich der Kanton Bern nicht mehr leisten», sagt Präsident Peter Stämpfli. 

Keine konkreten Vorschläge

Die Parteien sollen klären, was der Kanton Bern in den nächsten 10 bis 20 Jahren erreichen wolle. Und welche Finanzen dafür notwendig sind. «Fokus Bern» selber verzichtet aber auf konkrete Sparvorschläge, «weil diese ohnehin in der Luft zerrissen würden». Die Vereinigung skizziert ihre Vorstellungen in Eckpunkten. Sie will aber die Parteien im Spätsommer zu Gesprächen einladen - hinter verschlossenen Türen, damit die Diskussion über Wahlprofilierung hinauskomme.