Berner Polizei beendet Internet-Fahndung

Die Berner Behörden haben nach der «Tanz dich frei»-Veranstaltung Fotos von 49 verdächtigen Personen veröffentlicht. 12 davon konnten sie identifizieren.

Aufgrund der im Internet publizierten Bilder wurden bisher zwölf mutmassliche Randalierer identifiziert. Diese sowie mindestens 69 weitere ermittelte Personen werden sich wegen unterschiedlicher Straftaten vor der Justiz zu verantworten haben. Das teilten die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland und die Kantonspolizei Bern mit. Die Internetfahndung wird am Freitag eingestellt.

Gemeinderat Nause zufrieden

Der Stadtberner Gemeinderat zeigt sich erfreut über den Fahndungserfolg der Polizei. Wie der Berner Sicherheitsdirektor gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF sagt, sei dieser Fahndungsaufruf ein legitimes Mittel gewesen, zum Recht zu kommen. Die Massnahme zeige, dass Behörden gewillt seien, Straftaten zu verfolgen, auch wenn diese im Schutze der Masse begangen worden seien.

Unter den Beschuldigten befinden sich 14 Jugendliche. Im Vordergrund der Untersuchung stehen die Straftatbestände Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl.

Die Krawallnacht in der Stadt Bern ereignete sich rund um den Anlass «Tanz dich frei» vom 25. Mai. Die Staatsanwaltschaft hatte die Öffentlichkeitsfahndung per 17. Juni verfügt und eröffnet.

95 Anzeigen und rund eine Million Schadenssumme

Bis Donnerstag gingen bei der Kantonspolizei Bern im Zusammenhang mit «Tanz dich frei» insgesamt 95 Anzeigen ein. Zahlreiche Geschädigte brachten dabei mehrere Sachbeschädigungen zur Anzeige. Dabei werden aktuell Schäden in der Höhe von rund 910'000 Franken und durch die Diebstähle eine Deliktssumme von knapp 38'000 Franken beklagt.