Berner Prämien steigen moderater an als anderswo

Für Erwachsene steigen die Krankenkassenprämien in den Kantonen Bern, Freiburg und Wallis 2016 um bis zu 4 Prozent an. Obwohl die Prämien Im Kanton Bern moderat ansteigen, bezahlen die Berner aber immer noch höhere Prämien als Freiburger oder Walliser.

Im Kanton Bern steigen die Krankenkassenprämien folgendermassen an:

  • Erwachsene mit einer ordentlichen Franchise von 300 Franken bezahlen durchschnittlich 2,8 Prozent (12 Franken) mehr.
  • Junge Erwachsene und Kinder trifft es mit einer Zunahme von 3,1 beziehungsweise 3,9 Prozent (12.50 Franken / 4.60 Franken).

Trotz diesem, im Vergleich mit anderen Kantonen, relativ moderaten Anstieg, bezahlen Bernerinnen und Berner mehr Prämien als in anderen Kantonen. Mit einer monatlichen Erwachsenenprämie von 450 Franken zahlen die Bernerinnen und Berner nämlich immer noch 22 Franken mehr als der Schweizer Durchschnitt.

Im Wallis Zunahme um 4 Prozent

Im Kanton Wallis steigt die durchschnittliche Krankenversicherungsprämie 2016 folgendermassen an:

  • Erwachsene bezahlen 14.90 Franken oder 4,2 Prozent mehr pro Monat.
  • Die durchschnittliche Monatsprämie für Kinder und junge Erwachsene steigt um je 4,2 Prozent (3.40 Franken /13.80 Franken).

Trotz diesem prozentualen Anstieg der Prämien bleiben die monatlichen Durchschnittsprämien für Erwachsene im Wallis im Vergleich zur restlichen Schweiz vorteilhaft. Sie sind 57 Franken günstiger als die durchschnittlichen Prämien in der Schweiz (428 Franken). Das Wallis liegt auf dem siebten Platz der Kantone mit den günstigsten Prämien. In der Westschweiz ist er gar der Kanton mit den günstigsten Krankenversicherungsprämien.

Freiburger sind in der Mitte

Im Kanton Freiburg steigen die Prämien so an:

  • Erwachsene bezahlen 2016 rund 4 Prozent (15.30 Franken) mehr Prämien .
  • Für junge Erwachsene müssen künftig 3,9 Prozent (13.80 Franken) mehr bezahlt werden und die Prämien für Kinder kosten nächstes Jahr 4,4 Prozent (3.90 Franken) mehr.

Im Vergleich mit dem Kanton Bern bezahlen die Freiburger insgesamt immer noch weniger Prämien, im Vergleich mit dem Wallis aber mehr.

Gesundheitsdirektor übt Kritik

Aus Sicht der Berner Gesundheitdirektion verlangen die Versicherer «weiterhin zu hohe Prämien», wie sie mitteilt. Vor allem die Prämienzuschläge für junge Erwachsene und Kinder lägen deutlich über der Kostenschätzung der Kassen. Dies lasse sich «durch nichts rechtfertigen», kritisiert die Direktion von SP-Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud.