Berner Regierung: «Die Asylunterkunft ist gut genug»

Anfangs Juni hat die Grüne Partei Bern einen parlamentarischen Vorstoss zur Asylunterkunft im Berner Hochfeldquartier eingereicht. Sie findet, die Zustände in der unterirdischen Zivilschutzanlage seien nicht zumutbar. Jetzt hat der Regierungsrat geantwortet.

Eine Rampe führt in eine unterirdische Zivilschutzanlage.

Bildlegende: An ihr scheiden sich die Geister: die Asylunterkunft Hochfeld. Keystone

Die Unterkunft im Berner Hochfeldquartier war ursprünglich als Notlösung für Asylsuchende vorgesehen und auf sechs Monate beschränkt. Inzwischen ist sie seit eineinhalb Jahren besetzt.

Die Grünen finden, dass aus einem Provisorium kein Dauerzustand werden dürfe, eine so lange Unterbringung in einer unterirdrischen Anlage sei nicht zumutbar. Deshalb hat die Partei im Juni einen Vorstoss eingereicht, in dem sie verlangt, dass der Kanton den Vertrag mit der privaten Betreuungsorganisation kündigt.

Suche nach oberirdischer Unterkunft

Der Berner Regierungsrat teilt die negative Einschätzung nicht: Der Kanton arbeite seit über 20 Jahren mit der Organisation bei der Unterbringung von Asylsuchenden zusammen. «Bei der Organisation handelt es sich um einen guten und zuverlässigen Partner», teilt der Regierungsrat mit. Allerdings sei man bestrebt, oberirdrische Unterkünfte zu finden.