Berner Schulen und Gemeinden erhalten Informatik-Leitfaden

Informations- und Kommunikationstechnologien werden auch an den Berner Schulen immer wichtiger. Deshalb legt die bernische Erziehungsdirektion nun Empfehlungen zu «Medien und Informatik» vor. Es gibt im Schulalltag einen deutlichen Trend zu mobilen Geräten.

Bernhard Pulver und Daniel Bichsel im Gespräch

Bildlegende: Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (links) und Daniel Bichsel vom VBG ziehen beim Informatik-Leitfaden am selben Strick. Jörg André/SRF

Der 13-seitige Leitfaden enthält eine ganze Anzahl von Empfehlungen an die Gemeinden und an die Schulleitungen. Der kantonale Erziehungsdirektor Bernhard Pulver stellte diese am Freitag an seiner traditionellen Medienkonferenz zum Schulbeginn im Kanton Bern vor den Medien vor.

Zu lesen ist in den Empfehlungen beispielsweise, dass Gemeinden ICT-Konzepte erstellen sollen, also Konzepte zu Informations- und Kommunikationstechnologien. Auch empfiehlt der Kanton Bern den Gemeinden, grundsätzlich mobile Geräte für die Schule anzuschaffen.

Bernhard Pulver möchte den Katalog effektiv nur als Empfehlungen verstanden wissen. «Die Gemeinde sollen wissen, in welche Richtung, dass es gehen könnte.» Wichtig sei dabei, dass die Gemeinden ein Konzept für die ICT erarbeiten.

Auch Ratschläge zum Umgang mit sogenannten Cloud-Diensten und vieles andere mehr enthalten die Empfehlungen, welche die bernische Erziehungsdirektion zusammen mit dem Verband Bernischer Gemeinden herausgegeben hat.

«Keine Kostenexplosion»

Für die Gemeinden ist dieser Leitfaden wichtig, weil sie für die Infrastruktur in den Schulzimmern zuständig sind. Daniel Bichsel, Präsident des Verbandes bernischer Gemeinden VBG glaubt nicht, dass die Verstärkung der Informatik in Berner Schulen eine Kostenexplosion auslösen werde. Es gebe auch Einsparungen, zum Beispiel bei den Kopierkosten oder bei Informatikzimmern, die wegfallen.

Zahlen zum neuen Schuljahr

Am 15. August beginnen rund 10'000 Kinder im Kindergarten ihre obligatorische Schulzeit. Damit besuchen rund 103'000 Kinder die Volksschule. Das sind gut 2000 mehr als im letzten Schuljahr. Die Kinder sind auf 477 Schulen mit 1199 Schulhäusern verteilt. Die Zahl der Schulkinder nimmt weiter zu: Die Geburtenzahlen stiegen seit 2005 um 17 Prozent.