Berner setzt Millionen um mit Drogenhanf

Der Mann hat gemäss der Polizei den Drogenhandel im «grossen Stil» betrieben. Er soll Marihuana und Haschisch im Wert von gegen 2 Millionen Franken verkauft haben.

Ein 55-jähriger Mann aus dem Kanton Bern wird sich wegen des Verkaufs von 150 Kilogramm Marihuana und Haschisch vor Gericht verantworten müssen. Er ist geständig, wie die Kantonspolizei Bern und die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland am Montag mitteilten.

Hanfblüten

Bildlegende: Der Berner soll über mehrere Jahre Drogenhanf verkauft haben. Symbolbild/Keystone

Der Schweizer wurde Mitte August nach Hinweisen aus der Bevölkerung gefasst. Er befand sich vier Wochen lang in Untersuchungshaft, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte.

Bei Hausdurchsuchungen hätten die Ermittler rund fünf Kilogramm Marihuana und 27'000 Franken Bargeld entdeckt, schreibt die Polizei. Sie geht davon aus, dass der Mann in den letzten sieben Jahren Marihuana und Haschisch im Gesamtwert von bis zu 1,9 Millionen Franken verkauft hat.

In einem Bankschliessfach stellten die Ermittler 540'000 Franken sicher. «Beim Geld handelt es sich um den Erlös der getätigten Drogenverkäufe», heisst es in einer Mitteilung. Der Mann habe zugegeben, den Handel im vorgeworfenen Ausmass betrieben zu haben und den Erlös aus den Verkäufen im Bankschliessfach deponiert zu haben. Er wird wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz angeklagt.

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  • Legal Kiffen

    Aus 10vor10 vom 11.6.2014

    Seit kurzem diskutiert die Schweiz wieder über eine Cannabis-Legalisierung. Verschiedene Schweizer Städte haben sich zusammengetan. Sie fordern, dass kiffen in Zukunft in einem kontrollierten Rahmen möglich sein soll. Die aktuelle Hanf-Debatte hat nun auch das Bundeshaus erreicht. Heute wurde ein Vorstoss eingereicht, welcher vom Bundesrat Informationen zur kontrollierten Cannabis-Abgabe verlangt.