Berner Skulpturenpark: Der Elefant ist da und doch nicht da

Zehn Künstlerinnen und Künstler haben Skulpturen entworfen. Sie stellen diese in den öffentlichen Raum des Berner Helvetiaplatzes. Sichtbar sind sie nicht. Es sind zehn Gedankenwerke, frei jeglicher Einschränkungen. Diese virtuellen Skulpturen sind als Möglichkeiten darstellender Kunst gedacht.

Der Helvetiaplatz in Bern: grau, verregnet, zwischen Kunsthalle und Alpinem Museum.

Bildlegende: Hier stehen zehn unsichtbare Skulpturen zum Teil von gigantischem Ausmass: Berner Helvetiaplatz. SRF

Auf dem Berner Helvetiaplatz ist ein Skulpturenpark möglich, mit Werken von ungeheurem Ausmass. Das ist nur möglich, weil es die Skulpturen nur in Erzählform gibt. Auf einem Hörspaziergang lässt sich erleben, wie ein Fussballfeld 72 Meter über dem Platz schwebt. «Der Elefant ist da» ist ein Kunstprojekt, initiiert von der Berner Kommission Kunst im öffentlichen Raum (KiöR).

«Man geht auf eine Reise im Kopf», sagt Rachel Mader von der KiöR. Mit Kopfhörern ausgestattet, wird das Publikum über den Helvetiaplatz geführt und in die Vorstellung eines Skulpturenparks begleitet. «Früher hatte die Skulptur im öffentlichen Raum einen Stellenwert. Heute ist nur noch wenig möglich», sagt Rachel Mader. Es brauche eine Diskussion über die Gestaltung solcher Räume. «Die Berner, die Schweizer seien noch nicht so weit. Hier muss sich immer alles lohnen, Kunst muss messbar sein. Mit Besucherzahlen zum Beispiel. Das ist eine Mentalitätsfrage.»

Ein Selbsttest des «Regionaljournals Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF zeigt: Der Skulpturenpark verlangt dem Hörer und Betrachter einiges ab. Wetterfestigkeit einerseits, Phantasie und Vorstellungsvermögen andererseits.

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