Berner Stadtregierung will Brücken erst 2015 sicherer machen

Der Berner Gemeinderat legt dem Stadtparlament einen Kredit von 6,45 Millionen Franken vor, um die Kirchenfeld- und die Kornhausbrücke zu sichern. Geplant sind bauliche Massnahmen gegen Brückensuizide. Die Baumassnahmen sind aber erst 2015 geplant.

Ein Handwerker montiert einen Maschendrahtzaun.

Bildlegende: Provisorische Netze verhindern, dass sich Menschen von der Berner Kornhausbrücke stürzen. Keystone

Der Gemeinderat möchte den Kredit für die neuen Schutznetze aus Spargründen aber nicht sofort verwenden. Derzeit gebe es keine zwingenden Gründe für eine sofortige Realisierung der Brückensicherung, schreibt die Stadtregierung in einer Mitteilung vom Montag.

Die provisorischen Netze auf der Kornhaus- und der Kirchenfeldbrücke hätten zu einem deutlichen Rückgang der Suizide geführt. Es sei verantwortbar, das heutige Provisorium weiterzuführen. Zudem verweist der Gemeinderat auf die angespannte Finanzlage der Stadt. Selbstverständlich müsse die provisorische Lösung langfristig abgelöst werden. Der Gemeinderat beantragt deshalb dem Stadtparlament, die baulichen Massnahmen für die Brücken vorerst auszusetzen und den Kreditbeschluss bis Ende 2015 zurückzustellen.