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Berner Symphonie im Wankdorf Wenn die Sporthalle zum Konzertsaal wird

Das Berner Symphonieorchester spielt «Mahlers Sechste» in der Sporthalle Wankdorf. Ein Riesenaufwand für die Techniker.

110 Musikerinnen und Musiker wagen sich am Samstag auf unbekanntes Terrain: Sie spielen die Sinfonie Nr. 6 a-Moll von Gustav Mahler in der Sporthalle Wankdorf. Dirigiert wird das Orchester von Michael Sanderling aus Berlin.

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Legende:Die Sporthalle Wankdorf wird eingekleidet für das Konzert.

Sporthalle und klassische Musik – zwei Dinge, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Entsprechend gross ist auch der technische Aufwand, denn die Sporthalle muss so eingekleidet und ausgerüstet werden, dass sie für ein klassisches Konzert taugt.

«Der Aufwand ist gigantisch», sagt Orchestermanager Axel Wieck. In Zahlen ausgedrückt: drei Lastwagen mit je 40 Tonnen Material. Das umfasst die Bühne, riesige Stofftücher zur Dämmung, die Beschallungs- und Lichtanlage, die Konzertbestuhlung und das Orchestermaterial.

Wir versuchen, aus der Not eine Tugend zu machen.
Autor: Axel WieckOrchestermanager

Die Sporthalle sei aber auch eine Chance, so Wieck: «Es gibt nur wenige Konzertsäle, wo ein solches Werk wie Mahlers 6. Sinfonie überhaupt aufgeführt werden kann.» Das Werk erfordert 110 Musikerinnen und Musiker, und die passen nur auf wenige Bühnen. Das Symphonieorchester spielt während zweier Jahre nur «auswärts», weil das Kulturcasino Bern renoviert wird.

140-jährige Tradition

140-jährige Tradition

Das Berner Symphonieorchester wurde 1877 gegründet und gehört heute zu den grössten Orchestern der Schweiz. Bestehend aus rund 100 Musikerinnen und Musikern spielt das BSO pro Saison etwa 50 Konzerte.

(SRF 1, Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)