Bernische Finanzkommission will beim Strassenbau sparen

Die bernische Bau- und Verkehrsdirektion soll die Strassenbau-Investitionen um 10 Prozent kürzen. Die Finanzkommission ist der Ansicht, der Strassenbau sei vom Sparprogramm ASP nicht auszunehmen. Man habe dazu den Eindruck, der Ausbau- und Unterhalts-Standart sei immer noch sehr hoch.

Frutigenstrasse Thun: Die vom Kanton gebauten Mittelpoller sind wieder weg, weil sie Polizei und Feuerwehr im Weg waren.

Bildlegende: Frutigenstrasse Thun: Die vom Kanton gebauten Mittelpoller sind wieder weg, weil sie Polizei und Feuerwehr im Weg waren. Keystone

Die einflussreiche Finanzkommission des bernischen Kantonsparlaments nimmt mit dem Spar-Antrag beim bernischen Strassenbau ein heisses Eisen in die Hand, weil ans kantonale Strassennetz im Land viele Ansprüche gestellt werden. Trotzdem schlägt die Kommission dem Parlament vor, den Investitionsrahmen bis 2017 um einen Zehntel oder um rund 30 Millionen zu kürzen.

Im Spar- und Sanierungspaket ASP hatte die Regierung in diesem Bereich keine Kürzung vorgesehen. Die Kommission ist nun der Ansicht, auch der Strassenbau habe einen Teil an die Sparbemühungen des Kantons zu leisten. Dies umso mehr als immer noch der Eindruck bestehe, der Ausbau- und Unterhaltsstandard der Kantonsstrassen sei hoch.

Der bernische Grosse Rat berät den Antrag in der Septembersession.