Bernische Standortförderung erreicht «Meilensteine»

Die Berner Standortförderer klopfen sich auf die Schultern. Sie sind zufrieden mit dem letzten Jahr. Von 1000 neuen Arbeitsplätzen ist die Rede. Doch es herrscht nicht nur eitel Sonnenschein.

Frau arbeitet mit Instrumenten

Bildlegende: Insbesondere in der Präzisionsindustrie ist der Kanton Bern stark. Keystone

Die Standortförderung des Kantons Bern wartet mit eindrücklichen Zahlen auf: 47 Projekte wurden im letzten Jahr gefördert. Nach Angaben der Unternehmen werden diese Projekte in den kommenden Jahren Investitionen in der Höhe von 390 Millionen Franken auslösen, von 1000 neuen Arbeitsplätzen ist die Rede.

Man habe «wichtige Meilensteine» erreicht, schreiben die Verantwortlichen in ihrer Bilanz. Profitieren konnten 2015 Firmen aus dem Kanton Bern, aber auch aus anderen Kantonen und dem Ausland.

Zwei Dinge fallen dabei auf:

  • Gefördert werden vor allem Tourismusprojekte im Berner Oberland und Industrieprojekte in der Region Biel. «Wir konzentrieren uns nicht nur auf diese Regionen», sagt Standortförderer Denis Grisel. «Aber gerade in der Region Biel ist das Umfeld sehr gut – da läuft viel.»
  • Profitieren konnten 2015 insbesondere Projekte aus der Präzisionsindustrie. Das spiegelt auch die Wirtschaft des Kantons Bern mit seiner Uhrenindustrie wieder. «Die vielen Projekte in diesem Bereich sind ein gutes Zeichen», sagt Denis Grisel. «Die Präzisionsindustrie ist sehr innovativ und kann sich gegen die Konkurrenz behaupten.»

Der Leiter der Standortförderung, Denis Grisel, betont, wie wichtig 2015 die Zusage des Bundesrats für den schweizerischen Innovationspark in Biel war. Davon würden viele Firmen in der Region profitieren.

Doch es herrscht nicht nur eitel Sonnenschein bei der Standortförderung. «Letztes Jahr gab es deutlich weniger neue Projekte von Berner KMU», stellt Grisel fest. «Die KMU sind wegen der wirtschaftlichen Lage und des starken Frankens in einer schwierigen Lage.»