Bernischer Datenschutz-Beauftragter warnt vor Sicherheitslücken

Die Arbeitsteilung in der Informatik kann für die bernische Kantonsverwaltung zum Sicherheitsrisiko werden. Das steht im Datenschutz-Jahresbericht 2014.

Blick auf einen Strang Computerkabel.

Bildlegende: Der Kanton lagert die Informatik immer mehr an Private aus. Das führt zu Problemen. Keystone

Immer seltener betreiben kantonale Dienststellen ihre Informatik-Anwendungen selbständig, heisst es im am Mittwoch publizierten Bericht. Die Informatik-Grundversorgung wird demnach über das kantonale Amt für Informatik und Organisation sichergestellt - oder direkt an einen externen Dienstleister übertragen. Dieser betreibt dann auf seinen Servern die Informatik-Anwendungen des Kantons.

Im vergangenen Jahr stellte der Datenschutz-Beauftragte Markus Siegenthaler bei solchen Arbeitsteilungen ein «Entgleiten der Verantwortung» fest. Die Dienststellen seien nicht mehr in der Lage sicherzustellen, dass die erforderlichen Sicherheitsmassnahmen gewährleistet sind.

Markus Siegenthaler, Datenschutzbeauftragter des Kantons Bern: «Die Informatik-Dienstleister wissen nicht, was die Dienststellen genau bestellt haben, und die Dienststellen wissen nicht, was die Informatik-Dienstleister genau liefern.» Die Datenschutz-Aufsichtsstelle ruft beide Seiten zu einem «sorgfältigen Umgang mit dieser Situation» auf.