Berns Gemeinderätinnen über ihr Amt: «Respekt und Verantwortung»

Franziska Teuscher (Grüne) und Ursula Wyss (SP) haben ihr erstes Jahr als Gemeinderätinnen in der Stadt Bern hinter sich. Ihnen gefällt der Handlungsspielraum.

Ursula Wyss (links) und Franziska Teuscher stehen den Bundeshausmedien Red und Antwort.

Bildlegende: Ein Bild aus alten Zeiten: Ursula Wyss (links) und Franziska Teuscher 2008 gemeinsam vor den Bundeshausmedien. Keystone

«Mich motiviert zu sehen, was auf kommunaler Ebene alles machbar ist», sagt Ursula Wyss. «Und wie nahe man mit der politischen Arbeit der Bevölkerung ist.»

Das Umsetzen der Entscheidungen mache viel Spass: Spielplätze sanieren, mobile Gärten schaffen - und das gemeinsam mit der betroffenen Bevölkerung.

Mitgestalten, wie Bern einst aussehen soll, das sei für sie eine grosse Befriedigung, sagt Ursula Wyss. Denn die ehemalige Bundespolitikerin weiss: Nationale Erlasse können nur dank der Mitarbeit der Städte und Gemeinden umgesetzt werden.

«Kein Katzensprung - aber auch kein Quantensprung»

Die neue Direktorin für Bildung, Soziales und Sport, Franziska Teuscher, empfand es insbesondere als grosse Herausforderung, Chefin von rund 1800 Leuten zu werden. Den Sprung vom Nationalrat in den Gemeinderat erlebte die ehemalige Nationalrätin nicht als Katzensprung, jedoch auch nicht als Quantensprung. Weil: «Das Handwerk der Politik bleibt das gleiche», sagt Teuscher. Wer Mehrheiten brauche, müsse stets verhandeln - auch als Mitglied einer Regierung. Ursula Wyss steht als Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün rund 750 Mitarbeitenden vor.

Im Gespräch mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF verraten die beiden Gemeindepolitikerinnen ausserdem, mit welchen Weihnachtsgeschenken sie ihre Angestellten überrascht haben.