Biel setzt bei Bildungsstrategie auf Chancengleichheit

Alle Kinder sollen beim Schuleintritt die Unterrichtssprache verstehen und sprechen können. Zudem sollen sie über motorische und soziale Grundkompetenzen verfügen. Nur so ist laut dem Bieler Gemeinderat ein erfolgreicher Schulstart möglich.

Zwei Kinder sitzen auf Stühlen in einem Klassenzimmer und lösen zusammen eine Aufgabe.

Bildlegende: Frühförderung soll bewirken, dass alle Bieler Schüler die gleichen Chancen haben. Keystone

Die Chancengleichheit ist eine der Leitplanken für die neue Bildungsstrategie Biels für die Jahre 2015 bis 2018. Um die Chancengleichheit zu erreichen, seien besondere Angebote und Massnahmen in der Frühförderung nötig, sagt Gemeinderat Cédric Némitz. Auch brauche es personelle Verstärkungen im Kindergarten. «Für die finanzielle Unterstützung sind wir im Gespräch mit dem Kanton.» Fremdsprachige Kinder sollen die Schule im zweisprachigen Biel in derjenigen Unterrichtssprache besuchen, in der sie die besseren Voraussetzungen mitbringen.

Weiter setzt die Bieler Bildungsstrategie auf attraktive Bedingungen für Lehrkräfte. Eine Massnahme dazu ist, nicht zu grosse Klassen zu führen.

Cédric Némitz ist sich bewusst, dass der Kanton die Anzahl Schüler pro Klasse erhöhen will. «Das muss aber mit Augenmass geschehen. Auf schwierige Bedingungen muss Rücksicht genommen werden.»

Zeitgemässe Informatikausrüstung

Ein weiteres Ziel der Bildungsstrategie sind leistungsfähige Netzanschlüsse und ausreichend Geräte im Bereich Informatik. Hier will die Stadt Biel über 300'000 Franken investieren. Deshalb muss diese - wie auch andere Massnahmen, vom Stadtparlament genehmigt werden.

Die vom Gemeinderat genehmigte Bildungsstrategie wird Mitte März dem Stadtparlament zur Kenntnis vorgelegt.