Biel will städische Altersheime nicht aus der Hand geben

Der Bieler Stadtrat muss Ende Februar darüber entscheiden, wie die städtischen Alters- und Pflegeheime in Zukunft organisiert werden. Ob Aktiengesellschaft oder Stiftung – der Gemeinderat will die Heime nicht komplett privatisieren.

Ein Teil des städtischen Altersheims Ried in Biel.

Bildlegende: Ein Teil des städtischen Altersheims Ried in Biel. zvg Biel-Bienne

Seit 2011 sind die öffentlichen und privaten Alters- und Pflegeheime bei der Pflege-Finanzierung gleichgestellt. Das hat den Bieler Gemeinderat bewogen, die Organisation der vier städtischen Alters- und Pflegeheime zu überdenken. Biel gehört nämlich zu den wenigen Gemeinden, bei denen die Heime ein Teil der Stadtverwaltung sind.

Stiftung oder AG?

Nun hat der Gemeinderat vier Varianten zur künftigen Organisationsform der Alters- und Pflegeheime geprüft. Diese legt er Ende Februar dem Bieler Stadtrat vor, wobei er lediglich zwei Varianten für umsetzbar hält.

Variante 1 ist sehr nahe bei der jetzigen Struktur. Der Betrieb der Heime würde bei der Stadtverwaltung bleiben, die Liegenschaften würde man in eine Stiftung überführen. Diese sei in der Lage, Bauprojekte zügig auszuführen, das habe die Erfahrung beim Heim Cristal gezeigt, schreibt der Gemeinderat. Er favorisiert die Variante mit der Stiftung.

Die Alternative wäre, die Altersheime in eine Aktiengesellschaft auszulagern, die zu 100 Prozent der Stadt Biel gehören müsste.Auch möglich, aber teuer und aufwändig, urteilt die Stadtregierung.

Biel behält die Hand auf den Heimen

Eine wirkliche Privatisierung, wie sie sehr viele Gemeinden in den letzten Jahren vollzogen haben, will Biel partout nicht.

Denn Biel will seinen Einfluss behalten. Die vier städtischen Heimen mit 276 Plätzen und 220 Vollzeitstellen decken etwa 40 Prozent des Platzbedarfs ab und Biel hat den Anspruch, allen Bielerinnen und Bielern einen zeitgemässen Platz anzubieten, unbesehen ihrer finanziellen und sozialen Situation.